Druckrohrleitung nach Haus Füchten kein "Heimat-Zeugnis" 

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Die Pläne fürs Haus Füchten sind groß. So soll der endgültige Ausbau von Haus Füchten mit 17 Wohnungen erfolgen. Besondere Bedeutung hat in diesem Zusammenhang der geplante Gastronomie- und Hotelbetrieb.

Hünningen – Die Verlegung einer Druckrohrleitung zur Sicherung der Entwässerung von Haus Füchten wird nicht über das Landes-Förderprogramm „Heimat-Zeugnis“ finanziert.

Den im vergangenen Jahr auf den Weg gebrachten Antrag hat Bürgermeister Hubert Wegener zurückgezogen. Damit, so eine Sprecherin der Bezirksregierung in Arnsberg, die als erste Anlaufstelle und Beratungsbehörde bei derartigen Anträgen fungiert, „ist der Vorgang für uns erledigt“. 

Allerdings möchte der Verwaltungschef seine Bemühungen, die Gemeindekasse zu entlasten, indem er für die Investition Fördergeber sucht, nicht einstellen. Dem Vernehmen nach, könnte nun das Umweltministerium in Düsseldorf mit dem Vorgang betraut werden. Eine Spekulation, an der sich Bürgermeister Hubert Wegener allerdings öffentlich nicht beteiligen möchte.

Damit aber gerät der Zeitplan, was die Anbindung von Haus Füchten an die öffentliche Entwässerung angeht, komplett aus den Fugen. So hatte man nämlich im Rathaus noch in diesem Monat mit einer Entscheidung gerechnet, was die Kostenübernahme angeht. Durch die Rücknahme des Antrags steht man nun wieder am Anfang.

Dabei dürfte die Aussichtslosigkeit seines Unterfangens den Verwaltungschef zu diesem Schritt bewogen haben. Durch das Projekt Heimat-Zeugnis des Landes „können Projekte und Maßnahmen gefördert werden, mit denen in herausragender Weise lokale und regionale Geschichte sowie Traditionen aufgearbeitet und öffentlich präsentiert werden sowie lokale und regionale Besonderheiten sichtbar gemacht werden, die den Vorbildcharakter des Projektes hinsichtlich seiner identitätsstiftenden Wirkung für den Ort hervorheben und mit Leben füllen“, heißt es in den Bestimmungen. Ob nun ausgerechnet das Vorhaben für Haus Füchten diesen Kriterien gerecht wird, war in der Zwischenzeit bezweifelt worden. 

Geplant ist die Verlegung einer Druckrohrleitung für die Entwässerung von Haus Füchten bis zum öffentlichen Kanalnetz an der Straße „Am Gelke“. Bei dieser Gelegenheit hält man es im Rathaus zudem für sinnvoll, das Anwesen an das öffentliche Trinkwassernetz und die Breitbandversorgung anzuschließen. Und im Rathaus erhoffte man sich einen Zuschuss aus dem Programm „Heimat-Zeugnis“ in Höhe von 60 Prozent der Kosten, die mit 202.000 Euro beziffert werden. Das würde konkret eine Summe von 121.635,84 Euro bedeuten. Den Eigenanteil der Gemeinde sieht die Verwaltung bei genau 61.090,56 Euro.

Quelle: Soester Anzeiger

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