Ehrenbrudermeister Klaus Lenze ist tot

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Klaus Lenze starb im Alter von 66 Jahren.

NIEDERENSE - Nein, Trübsal zu blasen, war seine Sache nicht. Wer Klaus Lenze erlebte, der lernte einen stets gut aufgelegten Menschen kennen, einen, der Spaß am Leben und an der Begegnung mit anderen hatte. Klaus Lenze schätzte das offene Wort, er war ein gefragter Gesprächspartner. Nicht nur, weil er viel zu erzählen wusste und seinen großen Erfahrungsschatz allzu gerne weitergab, sondern weil er sein jeweiliges Gegenüber ernst und sich Zeit für ihn nahm. In der Nacht zu Montag ist Klaus Lenze im Alter von 66 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben.

Klaus Lenze war zweifelsfrei das, was man einen Motor nannte, beruflich und nicht zuletzt im Ehrenamt. Der nach vorne und über den Tellerrand blickte, der sich nicht schonte, der zu begeistern und mitzureißen wusste, einer der Fußstapfen hinterließ und für die Sache – und damit für andere – stritt.

Klaus Lenze war trotz allen öffentlichen Engagements und Wirkens ein Familienmensch, der im Kreise seiner Ehefrau Bärbel und seiner Kinder Kraft tankte, für sie da war, und der nach seinem wohlverdienten Ruhestand die Fürsorge um seine Enkel geradezu genoss.

In wenigen Tagen, am 25. Mai, wäre Lenze 67 Jahre alt geworden. Der weit über Niederense und Neheim hinaus bekannte und beliebte Versicherungskaufmann, der in Neheim eine erfolgreiche Generalagentur aufbaute und mit Erreichen des 65. Lebensjahres an seinen Sohn Thomas übergab, setzte sich Zeit seines Lebens auch zielstrebig für das Wohl der Allgemeinheit ein.

So trat er im Jahr 1979 in die „Schützenbruderschaft St. Hubertus 1824 Niederense“ ein und bekleidete zunächst das Amt des Schriftführers. Im Schützenjahr 1987/88 war er mit seiner Frau Bärbel der König der Bruderschaft. Im Jahr 1993 wählten ihn die Schützen zu ihrem 2. Brudermeister und trugen ihm im Jahr 2000 das Amt des 1. Brudermeisters an. Als er das Amt im Jahr 2007 in die Hände seines Nachfolgers Bernd Thiekötter legte, ernannten ihn die Niederenser Schützen zu ihrem Ehrenbrudermeister.

Im Kreisschützenbund Soest übte Klaus Lenze viele Jahre das Amt des Geschäftsführers aus. Seinen unermüdlichen Einsatz für das Schützenwesen dankte ihm der Sauerländer Schützenbund (SSB) zunächst mit dem „Orden für Verdienste“, danach mit dem „Orden für besondere Verdienste“ und später noch einmal mit der höchsten Auszeichnung des SSB, dem „Orden für hervorragende Verdienste“.

Eine besondere Ehrung wurde Klaus Lenze im März 2007 in Koblenz zuteil. Er wurde zum Ritter geschlagen und erhielt das „Kreuz am Bande“ des Ritterordens „Roter Löwe und des heiligen Sebastian von Soissons und Navarara“.

Klaus Lenze hinterlässt neben seiner Ehefrau Bärbel zwei Söhne, seine Schwiegertöchter und drei Enkelkinder. Das Seelenamt ist am Donnerstag, um 15 Uhr in der Niederenser Bernharduskirche. Anschließend geht die Beerdigung von der Friedhofskapelle aus. Die Niederenser Schützen werden ihm ein Ehrengeleit geben. Gebetet wird für Klaus Lenze in der Bernharduskirche am Mittwochabend um 19 Uhr. - hr/det

Trauerfälle und Kondolenzbücher im Internet unter www.westfalen.trauer.de, zu erreichen über www.soester-anzeiger.de (Rubrik Anzeigen).

Quelle: Soester Anzeiger

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