Erste in der Region

Ense erhält Hochleistungs-Ladestation

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Christian Schlösser vor dem Hauptsitz am Schlotweg

Im Oktober werden die drei Plätze am Versicherungskontor fertig sein. Der Geschäftsführer setzt sich für den Bau ein

Ense – Die Verkehrswende ist in aller Munde. Geschäftsführer Christian Schlösser vom Enser Versicherungskontor schafft demnächst mit seiner Firma Fakten in Oberense. Eine Schnellladestation (kurz DC-Lader) mit 150 KW Leistung wird im Herbst am Schlotweg 7, gut 100 Meter vom derzeitigen Firmensitz entfernt, gebaut. Sie ermöglicht eine 80-prozentige Ladung für Elektro-Autos mit der entsprechenden Technik innerhalb einer halben Stunde.

 „Noch sind DC-Ladestationen mit dieser Leistung in unserer Region selten, in der Gemeinde Ense gibt es noch keine“ erläutert er. Im Moment findet man vielfach 50 KW Ladestationen an Rastplätzen und öffentlichen Ladestationen. Das Gegenstück dazu sind AC-Lader, die Wechselstrom liefern, bei denen eine Aufladung des Elektrofahrzeugs mehrere Stunden in Anspruch nimmt.

Mit dem DC Lader fließt Gleichstrom direkt in die Fahrzeugbatterie. Christian Schlösser hat vor einiger Zeit das Gelände am Schlotweg 7 zur Erweiterung des Versicherungskontors erworben und in dem Zuge die Ladestation mit geplant. Sobald der beauftragte Netzbetreiber die entsprechenden Kapazitäten frei hat – „eventuell im Oktober“, hofft Schlösser – wird gebaut. 

Drei Ladestationen

Er muss nach gesetzlichen Vorgaben für öffentlich zugängliche Ladestationen an der Ladesäule drei Stellplätze vorhalten, die mit genormter grüner Farbe kenntlich zu machen sind. Zwei Fahrzeuge können zeitgleich geladen werden. Zudem ist der Bereich zu beschildern. Schlösser zeigt sich als Verfechter der Verkehrswende. „Wer fährt normalerweise 150 Kilometer pro Tag, um nicht nachts sein Fahrzeug laden zu können?“, möchte er das Argument der kurzen Reichweiten für Elektroautos entkräften.

Dazu komme, dass neuere Fahrzeuge mittlerweile deutlich mehr Kilometer schaffen. Dabei soll die Schnellladestation helfen, die Infrastruktur für Elektroautos weiter auszubauen. Mit dem Einwand „sollte es zukünftig für alle das Ziel sein, autark mit zum Beispiel Solarstrom die Ladung herbeizuführen“.

Quelle: Soester Anzeiger

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