Ense erlebt zweites Repowering in Bittingen

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„Großer Bahnhof“ für die Umsetzung des zweiten Repowering-Projektes gestern Morgen an der Kreisstraße in Bittingen. Den Bauherren und Investoren Josef und Ludger Brunnberg wünschten die Verwaltungsspitze, Mitarbeiter der Firma Enercon, Unternehmer Willi Wrede, Vertreter der Steuerkanzlei Preutenborbeck sowie der Sparkasse, die das Projekt finanziell begleitet, „viel Erfolg“.

BITTINGEN - Passender hätten die äußeren Bedingungen wohl kaum sein können. Und so sorgten Sonnenschein und ein leichter Wind zusätzlich für wahrlich strahlende Gesichter.

Wobei auch ohne das hervorragende Wetter Grund genug für beste Laune bestanden hätte. Ganz offiziell nämlich ist der Startschuss für das nunmehr zweite Repowering-Projekt in der Gemeinde Ense gefallen.

Folglich zeigte sich auch Bürgermeister Hubert Wegener Freitagmorgen auf dem Gelände der Familie Brunnberg an der Kreisstraße in Bittingen mehr als zufrieden. Denn mit der Errichtung des neuen, dann insgesamt gut 150 Meter hohen Windrades setze sich der Ausbau der erneuerbaren Energien in der Gemeinde Ense fort und bestätige den Trend, wonach in der Gemeinde Ense genau so viel Strom produziert werde, wie man auch verbrauche. Und gerade die Windkraft spiele hier eine herausragende Rolle, führte der Verwaltungschef aus.

Bekanntlich entsteht im Enser Osten ein neues Windrad mit einer Naben-Höhe von 107 Metern sowie einem Rotor-Durchmesser von 82 Metern, was einer Gesamthöhe der Anlage von gut 150 Metern gleich kommt. Produziert werden können durch die Anlage gut 4,5 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr, mit denen annähernd 1 400 Haushalte versorgt werden können, ließ Marco Richter, Projekt-Manager der Firma Enercon wissen. Und nachdem die Fundament-Arbeiten bereits abgeschlossen sind, geht er davon aus, dass in gut zwei Wochen mit der Errichtung des Turmes begonnen werden kann. Mit der kompletten Fertigstellung der Anlage rechnet er zum gegenwärtigen Zeitpunkt im Juli.

Für die Sparkasse, die das Projekt „finanziell begleitet“, wünschte Vorstand Klaus Eickenbusch den Investoren Josef und Ludger Brunnberg „viel Erfolg und nachhaltig viel Freude“ mit der neuen Anlage. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass sein Geldinstitut auch in der Vergangenheit schon ein „guter Partner“ für die „Windbauern“ in der Region gewesen sei.

Und Josef und Ludger Brunnberg nahmen den Ball gerne auf. Sie nutzten gestern Morgen den „Startschuss“ für das Repowering-Projekt im Enser Osten, um sich bei all den Partnern zu bedanken, die das Vorhaben positiv begleitet hätten. Neben der Sparkasse und der Verwaltung sowie der Firma Enercon zählten dazu auch die Steuerkanzlei Preutenborbeck aus Soest sowie der heimische Unternehmer Wilhelm Wrede, dessen Firma für die Erdarbeiten zuständig war.

Für das neue, dann gute 150 Meter hohe Windrad wurden in den vergangenen Monaten bereits zwei alte, 85 Meter hohe Anlagen abgebaut. Insofern das derzeit im Bau befindliche Rad in Betrieb genommen werden kann, wird auch eine dritte, in unmittelbarer Nachbarschaft noch vorhandene Anlage abgebaut, erklärte Josef Brunnberg. Insofern die Arbeiten komplett abgeschlossen sind, wird es auch zum Rückbau der Montageflächen kommen, die aufgrund der Nähe zur Kreisstraße etwas größer als üblich ausgefallen sind.

Und auch wenn die Repoweringfläche in Bittingen nicht direkt in einem Vogelschutzgebiet liegt, so dass nicht so große Probleme entstanden wie im Bereich Ruhne/Waltringen, so hätten doch für einen im angrenzenden Bereich vermuteten Rotmilan 1,92 Hektar Fläche stillgelegt werden müssen, vermerkten die Bauherren am Rande.

Insgesamt hat die Planung für dieses Repowering fünf Jahre in Anspruch genommen, so Bürgermeister Hubert Wegener. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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