Unfall in Ense-Bremen

Kradfahrer mutmaßlich übersehen: Mann am Steuer des Autos 90 Jahre alt

Schwerer Unfall in Ense-Bremen
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Der Motorradfahrer wurde gegen die Windschutzscheibe des VW geschleudert.

[Update 15.08 Uhr] In Ense-Bremen erlitt ein Motorradfahrer am Freitag (29. Mai) schwere Verletzungen, weil ihm ein Autofahrer die Vorfahrt genommen hatte. Der war stolze 90 Jahre alt.

Ense-Bremen - Die Kreispolizeibehörde Soest teilte am Sonntag mit, dass es sich bei dem Unfallverursacher von Freitagvormittag um einen 90-jährigen Mann gehandelt habe.

Dieser habe einem 33-jährigen Kradfahrer auf der Werler Straße die Vorfahrt genommen, als er stadtauswärts in Richtung Oberense nach links auf ein Tankstellengelände abbiegen. 

Hierbei habe der betagte Verkehrsteilnehmer vermutlich den einen entgegenkommenden Kradfahrer übersehen.

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Gegen 10.50 Uhr ereilte die Rettungskräfte der Notruf von der Werler Straße: Ein Motorradfahrer war frontal mit einem VW kollidiert, dessen Fahrer vom Bremer Ortskern in Richtung Oberense unterwegs war. 

Als der Senior mit seinem VW die Gegenfahrbahn kreuzte, um auf das Gelände der Raiffeisen-Tankstelle zu fahren, missachtete er die Vorfahrt eines aus der Gegenrichtung kommenden Motorradfahrers.

Das Motorrad stieß frontal in den Kotflügel der Beifahrerseite des VW, der Motorradfahrer krachte auf die Windschutzscheibe des Wagens und stürzte auf die Straße. Dort wurde er halb von seiner Chopper-Maschine begraben.

Schwerer Unfall in Ense-Bremen: Feuerwehr versorgt Schwerverletzten

Als die ehrenamtlichen Feuerwehrleute des Löschzugs Bremen am Gerätehaus eintrafen, um das erste Fahrzeug zu besetzen, betonte die Rettungsleitstelle über Funk, dass Eile geboten ist, erklärte Einsatzleiter Ulrich Düser. Die Feuerwehr musste die Erstversorgung des Schwerverletzten übernehmen, da Rettungswagen und Notarzt eine längere Anfahrt aus Werl hatten.

"Wir haben zum Glück ausgebildete Rettungssanitäter in den eigenen Reihen. Der Motorradfahrer wurde von uns erstversorgt, dann kamen Rettungsdienst und Notarzt hinzu. Die Zusammenarbeit lief hervorragend", betonte Ulrich Düser. 

Auch der Autofahrer, bei dem zunächst ein Schock vermutet worden war, wurde von der Feuerwehr, die mit 15 Kräften und vier Fahrzeugen vor Ort war, versorgt. "Dieser Einsatz zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, auf dem Dorf gut ausgebildete Einsatzkräfte zu haben", betonte Ulrich Düser.

Ein Trümmerfeld erstreckte sich über die Werler Straße.

Die Feuerwehr nahm zudem ausgelaufene Betriebsstoffe auf und stellte den Brandschutz sicher. 

Der Motorradfahrer kam mit schweren Verletzungen ins Klinikum Soest. Die beiden Fahrzeuge wurden abgeschleppt.

Quelle: Soester Anzeiger

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