Ense sucht einen neuen „Bufdi“

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Hilfe bei der Überprüfung der Atemschutzgeräte zählt noch bis Ende September mit zu Mathis’ Aufgaben. Danach soll die Stelle im Bundesfreiwilligendienst neu besetzt werden.

Bremen - Mit einer nicht alltägliche Stellenausschreibung richtet sich die Gemeindeverwaltung Ense dieser Tage an die Öffentlichkeit. Gesucht wird nicht etwa ein Verwaltungsfachmann oder Auszubildender, besetzt werden soll eine Stelle im Bundesfreiwilligendienst.

2011 löste dieser freiwillige Dienst für die Allgemeinheit den bisherigen Zivildienst ab. Da auch die Gemeinde Ense zuvor eine Zivildienststelle inne hatte, bekam sie den Platz für einen „Bufdi“ zugewiesen. Anfangs ohne Erfolg, denn erst im Vorjahr wurde die Stelle erstmalig in Anspruch genommen: Der damals 19-jährige Höinger Mathis Höhne nahm im Oktober seinen Dienst auf, ist bis heute dabei geblieben. Allerdings ist schon jetzt ein Ende in Sicht, am 30. September läuft seine Zeit bei der Gemeinde aus.

„Wir haben eigentlich vorgehabt, die Stelle zu verlängern“, berichtet Dennis Schröder, selbst Mitarbeiter der Verwaltung. Dieses Vorhaben sei von der zuständigen Bundesbehörde jedoch nicht genehmigt worden, zwölf Monate bleiben somit das Maximum für Mathis.

Vor diesem Hintergrund hat die Verwaltung ihre „Bufdi“-Stelle nun neu ausgeschrieben. Beginnen würde der Dienst Anfang Oktober, für die potentiellen Bewerber gilt es jedoch einiges zu beachten. „Die Richtlinien schreiben vor, dass ein Bewerber unter 25 sein, jedoch mindestens die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben muss“, erläutert Schröder und empfiehlt allen Bewerbern darüber hinaus ein Interesse an handwerklichen Arbeiten.

Denn diese sind für Mathis zwingend erforderlich, da er in den Bereichen „Asyl/ausländische Flüchtlinge“ und den Zivil- und Katastrophenschutz der Feuerwehr tätig ist. Dies umfasst sowohl die Unterstützung des Hausmeisters bei den Instandsetzungsarbeiten in den Übergangsheimen oder die Unterstützung von Gerätewart Dirk Kemper bei der Wartungen und Prüfungen der Atemschutzgeräte. Aber auch die Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen oder Fahrten zur Kleiderkammer mit den Flüchtlingen zählen zu den Aufgaben. „In diesem Themen sollte man auf jeden Fall offen sein, wenn man sich bewirbt. Gerade im Hinblick auf die Flüchtlinge, denn dieses Thema gewinnt immer mehr an Bedeutung“, so Schröder. Gegebenenfalls könnten die Arbeiten, je nach persönlicher Eignung des Bewerbers, auch im Bereich der Jugendarbeit angesiedelt werden.

Die Arbeitszeiten unterscheiden sich hierbei nicht von denen der festangestellten Mitarbeiter. „Mathis ist in der Regel täglich von 7 bis 16 Uhr im Einsatz, freitags nur bis 12 Uhr. Da kann es natürlich immer Schwankungen geben, bei denen Flexibilität gefragt ist. Zuletzt beispielsweise nach dem Brand im Übergangsheim. Aber diese Mehrarbeit wird dann ausgeglichen“, beschreibt Schröder die wöchentliche Routine. Für diese bekommt ein „Bufdi“ eine sogenanntes Taschengeld von der Gemeinde bezahlt, in dem auch ein Verpflegungsgeld enthalten ist.

Interessenten haben noch bis zum 12. Juni die Gelegenheit ihre Bewerbung mit Lebenslauf bei der Verwaltung einzureichen.

Die Informationen zur Bewerbung sind auch im Internet unter www.gemeinde-ense.de erhältlich.

Quelle: Soester Anzeiger

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