Ense trauert um seinen verstorbenen Ehrenbürger Ernst Söbbeler

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Seine Passion: Ernst Söbbeler (Niederense) bei der Kontrolle der Wetterstation im eigenen Garten.

Niederense -  Ense trauert um seinen Ehrenbürger Ernst Söbbeler. Er starb am Sonntagmorgen im Alter von 95 Jahren im Kreis seiner Familie.

Der Verstorbene habe das dörfliche Gemeinschaftsleben wie kein anderer in Ense geprägt, war über alle Parteigrenzen hinweg anerkannt, sagte Enses Bürgermeister Hubert Wegener. Ohne ihn hätte es die Gemeinde in seiner heutigen Ausprägung wohl nicht gegeben. Für seinen vorbildlichen Einsatz in der kommunalen Politik und seinen ausgeprägten und zukunftsweisenden Weitblick bedankte sich die Gemeinde bei dem Landwirt aus Niederense im Jahr 2001 mit der Ernennung zum Ehrenbürger. Bereits 1973 wurden die Verdienste von Ernst Söbbeler mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande gewürdigt. 1993 wurde das Bundesverdienstkreuz am Bande zum Bundesverdienstkreuz erster Klasse hochgestuft. Eine höchst seltene Auszeichnung.

Ernst Söbbeler galt in der Gemeinde als gut integriert, seine Überzeugungen setzte er prinzipientreu um. Daneben war er in Niederense unter anderem Vorsitzender der Jagdgenossenschaft, übte das Amt des Jagdschätzers aus und sorgte somit für einen Interessenausgleich beim Schadenersatz. Bei den Hubertus-Schützen war er als Vize-Brudermeister lange Jahre der zweite Mann. Noch vor wenigen Tagen gab es ein Wiedersehen altgedienter Schützen, an dem er teilgenommen hatte.

Seine Familie und sein Hof an der Bahnhof- und Ringstraße, den er vor 18 Jahren an seinen Sohn Bernhard übergab, standen im Mittelpunkt seines Schaffens. Seine Ehefrau Gisela verstarb bereits im Juli 2014. Ernst Söbbeler war tief verwurzelt im Glauben.

Die Trauerfeier beginnt am Donnerstag, 24. November, um 15 Uhr in St. Bernhard Niederense.

Quelle: Soester Anzeiger

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