Mit offenem Herzen ein weltoffenes Ense gestalten

Kommunikativ, künstlerisch, kulinarisch: Das Interkulturelle Sommerfest brachte die Menschen in der Schützenhalle zusammen.

Bremen -  Internationales Flair, Speisen aus aller Herren Länder, neue Eindrücke und Informationen sowie das Gefühl eines herzlichen Miteinanders - das und noch viel mehr nahmen die Besucher des 2. Interkulturellen Sommerfestes des Vereins „Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense e. V.“ am Samstag mit nach Hause.

Die mit mehr als 400 Personen gefüllte Schützenhalle in Bremen bot einen informativen und festiven Überblick über die Arbeit des Vereins und darüber, was durch Integration und Einbeziehung der neuen Nachbarn aus verschiedenen Ländern in die Gemeinde Ense erreicht und bewegt wurde.

Der ursprünglich geplante „Marktplatz“ auf dem Außengelände wurde aufgrund der unverlässlichen Wettersituation kurzerhand ins Halleninnere verlegt. Dort präsentierten sich nicht nur der örtliche Verein, sondern auch zahlreiche befreundete und vernetzte Organisationen. So bot der Familienkreis Gespräche und Informationen an, die Flüchtlingshilfe aus Welver präsentierte ihre handwerklichen Arbeiten, der „1. Weltkreis“ zeigte sich mit fair gehandelten Produkten vertreten. Unter der Federführung von Christina Jost konnten die Gäste der Veranstaltung in der Cocktailbar „Katerfrei“ leckere nicht-alkoholische Drinks verkosten.

Auch sonst war bestens für das leibliche Wohl gesorgt: Köstlichkeiten aus aller Welt von Baklava (süßes Blätterteiggebäck aus dem arabischen Raum) über Käsekuchen bis zum Brot aus Eritrea sorgten zur Kaffeestunde für Abwechslung; wer es lieber herzhaft mochte, konnte beim „Finger Food“ zu Mutabal (arabisches Augerginepürree), Falafel (frittierte vegetarische Bällchen aus Kichererbsen und Bohnen) oder zur mongolischen Rind-Nudel-Pfanne greifen; alles in allem ein Angebot an kulinarischen Genüssen, das üblicherweise den Besuch eines landestypischen Restaurants erfordert.

Natürlich war auch an die kleinen Besucher gedacht worden. Indoor-Hüpfburg, Kinderschminken und Knete-Tisch sorgten für lachende Kinderaugen und die Einrad- und Akrobatengruppe „Filous“ führte nicht nur ihr beeindruckendes Können vor, sondern lud auch gleich zum Mitmachen ein. „Lilly Holunder“ sorgte auf der Bühne mit ihren lustigen Gesangseinlagen, Mitmach-Aktionen und professioneller Kinderunterhaltung für Stimmung unter den kleinen und großen Besucher des Festes.

Kein Sommerfest ohne fetzigen Abschluss: Während über den Tag verteilt verschiedene Darbietungen den musikalischen Rahmen gestalteten, sorgten ab 19 Uhr in der Halle Live-Künstler der verschiedenen Genres für ausgelassene Stimmung. Die Hip-Hop-Formation „Unit“ begeisterte mit mitreißenden Bewegungen, die Cover-Band „Gegenwind“ bot bekannten Pop und Rock. Wie im Vorjahr war auch wieder der Deutsch-Rapper „Diaz“ zu Gast, der mit seinen fetzigen, aber auch teilweise zum Nachdenken einstimmenden Songs den Gästen des Festes einheizte. Bis spät in die Nacht sorgte dann DJ „Tobi“ mit einem Musik-Mix aus aller Welt dafür, dass die Tanzwütigen ordentlich ins Schwitzen kamen.

„Ein rundum gelungenes Fest“, so die Verantwortlichen des Vereins „Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense“. Es habe sich einmal mehr gezeigt, wie erlebnisreich, herzlich, interessant und nachhaltig ein gemeinsames Miteinander über alle Sprachbarrieren und Kulturen hinweg sein kann. Ein besonderer Dank gelte in diesem Zusammenhang allen Vereinsmitgliedern, die sich für die gemeinsame Sache engagieren und ständig mit Elan und Ideen ihre persönliche Freizeit investieren. Ein Dank ging aber auch an alle privaten und gewerblichen Unterstützer aus der Gemeinde, an die neuen Nachbarn aus den verschiedensten Ländern, „die sich integrativ in die Vereinsarbeit einbringen, sowie an alle Enser Bürger, die mit offenem Herzen ein buntes, tolerantes und weltoffenes Ense mitgestalten.“ - mg

Quelle: Soester Anzeiger

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