Wechsel zum 1. August

Ense-Werke haben neuen Geschäftsführer

Willkommen und Abschied: Bruno Löher, Bürgermeister Rainer Busemann und Georg Busemann (hinten von links) dankten Andreas Fresen und beglückwünschten Heinrich Macke (vorne von links).
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Willkommen und Abschied: Bruno Löher, Bürgermeister Rainer Busemann und Georg Busemann (hinten von links) dankten Andreas Fresen und beglückwünschten Heinrich Macke (vorne von links).

Wechsel in der Geschäftsführung der Ense-Werke, der auch den endgültigen Abschied des ehemaligen Beigeordneten bedeutet.

Bremen – Der einstige Beigeordnete der Gemeinde Ense, Andreas Fresen, gibt Ende des Monats sein letztes Amt vor Ort ab – die Geschäftsführung der Ense-Werke. Neuer Geschäftsführer wird Dr. Heinrich Macke. Der Energiefachmann aus dem niedersächsischen Diepholz übernimmt am 1. August den Posten der Gemeinde-Holding.
„Mit Heinrich Macke haben wir einen Fachmann gefunden, der aus dem Bereich kommt“, sagt Bürgermeister Rainer Busemann als Aufsichtsratsvorsitzender der Ense-Werke.

Ense-Werke: 100 Prozent im Eigentum der Gemeinde

Seit der Gründung der Ense-Werke GmbH ist die Gemeinde in die Versorgung mit Elektrizität und Gas eingebunden. Gegenstand des Unternehmens ist die Gewährleistung, Unterstützung und Förderung von Aufgaben und Vorhaben im Bereich der energiewirtschaftlichen Betätigung als Holding der Gemeinde Ense. 
Die Ense-Werke befinden sich zu 100 Prozent im Eigentum der Gemeinde Ense. An der Tochtergesellschaft der Ense-Werke – insgesamt gibt es drei –, der „Ense Stromnetz GmbH und Co. KG“, wiederum ist das Essener Unternehmen Innogy mit 25,1 Prozent beteiligt. Die Netzgesellschaft ist für das rund 304 Kilometer umfassende Stromnetz mit mehr als 3500 Hausanschlüssen verantwortlich.
Über die „Ense Gasnetz GmbH“ hat die Netzgesellschaft das mit 113 Kilometern Länge und mehr als 2000 Hausanschlüssen umfassende Gasnetz gepachtet. Die Netzgesellschaft verpachtet die Netze weiter an Innogy und deren 100-prozentige Tochter Westnetz.
Westnetz ist damit Netzbetreiber in der Gemeinde und beispielsweise dafür verantwortlich, Haushalte an Gas- und Stromnetz anzuschließen. Welcher Energieversorger schlussendlich Gas und Strom liefert, wird davon nicht beeinflusst. Die Versorger können von Kunden selber gewählt werden, diese bezahlen dann, egal welcher Lieferant, für die Nutzung der Netze an Westnetz.
Das komplizierte Konstrukt aus Tochtergesellschaften – dazu gehört auch die „Ense Netz Verwaltung GmbH“ – diene schlussendlich dazu, die Wertschöpfung in Ense zu erfassen und zu behalten, und Kosten zu sparen, hatte Andreas Fresen vor einigen Monaten einmal erklärt.

Ense Werke: Hin zur klimaneutralen Gemeinde

 Dr. Heinrich Macke hat den Ense-Werken seit ihrer Gründung vor mehr als zwei Jahren in beratender Funktion zur Seite gestanden. Der 60-Jährige verfügt über jahrelange Erfahrung in der Energiewirtschaft. Macke leitete unter anderem die Abteilung Fernwärmeentwicklung bei den Stadtwerken Duisburg, war zudem in leitender Funktion bei den Stadtwerken Wuppertal und der Energie- und Wasser Remscheid GmbH tätig. Seit einigen Jahren ist Heinrich Macke als selbstständiger Berater im Bereich Energie unterwegs.
Die Aufgaben als Geschäftsführer liegen zum einen in der Verwaltung des Eigentums der Ense-Werke – dazu gehören die Strom- und Gasnetze –, erklärt er. Andererseits gehe es jetzt vor allem auch um die Entwicklung. Dazu gehöre, die Bürger und die Gemeindeverwaltung bei der Entwicklung hin zu einer klimaneutralen Gemeinde zu unterstützen, so Macke. „Die Ense-Werke sind dabei ein wichtiges und notwendiges Instrument, um proaktiv gestalten zu können.“
Wie wichtig das Thema Energiewende sei, zeige nicht zuletzt der Starkregen der vergangenen Tage, sagt Heinrich Macke. Er rechnet mit einem stärker werdenden Interesse als unmittelbare Folge.
Die Gemeinde sei dabei bereits heute in einer besonderen Situation. „Es wird doppelt so viel Strom erzeugt, wie verbraucht wird“, sagt Macke. „Das schafft Chancen.“ Zwar sei die Energiewende von überregionaler Bedeutung, aber über die Ense-Werke könne man viele Dinge beispielhaft vorantreiben.

Ense Werke: Heinrich Make ist der einzige Mitarbeiter

Da er als Geschäftsführer der einzige Mitarbeiter der Ense-Werke ist, sei der Handlungsspielraum eingeschränkt. Es gehe vor allem um die richtigen Kooperationspartner, so Macke, der die Aufgabe unbefristet übernommen hat. Gleichzeitig sei man daran interessiert, bereits jetzt einen jüngeren Nachfolger aufzubauen, sagt Bürgermeister Busemann, der soll in der Zwischenzeit von den Erfahrungen Mackes lernen. „Wir befinden uns dabei in Gesprächen“, erklärt Busemann weiter. 
Andreas Fresen war am 1. Mai als Beigeordneter zur Stadt Netphen gewechselt. Bis zu seinem Ausstieg aus den Ense-Werken will Fresen den Jahresabschluss für das vergangene Jahr fertigstellen. 

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