Es fehlten Ansprechpartner

Helfer aus Ense berichten über Einsatz im Hochwassergebiet

Der CDU-Gemeindeverband Ense diskutierte mit freiwilligen Helfern der Flutkatastrophe über deren Erfahrungen im Juli 2021.
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Der CDU-Gemeindeverband Ense diskutierte mit freiwilligen Helfern der Flutkatastrophe über deren Erfahrungen im Juli 2021.

Die Flutkatastrophe überraschte nicht nur die Opfer, sondern auch die freiwilligen Helfer, die sich spontan auf den Weg machten, um vor Ort in den betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen anzupacken.

Ense - Zu einem Erfahrungsaustausch lud nun der CDU-Gemeindeverband Ense die hiesigen Helfer, die beim Transport von Hilfsgütern sowie den Aufräumarbeiten im Ahrtal anpackten, und sonstige Interessierte ein.

Der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Simon Hennecke moderierte durch eine Diskussion, für die zu Beginn David Danne-Rasche eindrucksvoll seine Erfahrungen schilderte, wie er mit vielen anderen Helfenden wie Elmar Grobe die Annahme und den Transport von Hilfsgütern in die Flutgebiete sowie einen ersten Hilfseinsatz vor Ort organisiert hatte.

In den ersten Tagen nach der Katastrophe habe es zunächst an der Koordination der großen Hilfsbereitschaft gemangelt. Darüber hinaus habe Unkenntnis über Zuständigkeiten bestanden. Um die Befahrbarkeit einer Straße zu gewährleisten, habe beispielsweise eine Leitplanke entfernt werden müssen. Unklar sei aber gewesen, welche Person hierzu die Erlaubnis hätte geben können, um nach wie vor die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Lars Bittis und Niklas Köhler, die zwei Wochen nach dem Hochwasser zu ihrem ersten Hilfseinsatz in das Ahrtal reisten, ergänzten, dass die Organisation der vielen Hundert Helfenden zum Zeitpunkt ihres Einsatzes auf Basis privater Initiativen deutlich besser gewesen sei. Die Helfenden trafen sich in Industriegebieten und wurden mit Reisebussen gezielt zu den vom Hochwasser betroffenen Gebäuden gefahren.

Aus den Erfahrungen ableitend, wurde über Verbesserungspotenziale diskutiert. Neben der Schaffung zentraler Ansprechpersonen in den Kreisverwaltungen für die Koordination von Hilfsangeboten, den Ausbau von Frühwarnsystemen wie Sirenen und digitale Warnsysteme, wurde auch über die psychosoziale Unterstützung der Helfenden diskutiert.

Des Weiteren waren zudem der Hochwasserschutz sowie der Klimawandel als Ursache für die Flutkatastrophe Teil des Austausches. Anregungen, die die CDU ihrem bei der Diskussion anwesenden Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Thies mit auf den Weg in die Bundeshauptstadt gab.

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