Enser "Windbauern" müssen mit Verlusten leben, Solaranlagen erzielen hohe Werte 

+
Viel Sonne, weniger Wind. Der lange, trockene und zum Teil heiße Sommer verdirbt den „Windbauern“ zum Teil die Erträge, die Solaranlagen dagegen sprudeln kräftig.

Bremen - Des einen Freud, des anderen Leid. Der lange, trockene und zum Teil heiße Sommer hat nicht nur die Landwirte mitunter vor Probleme gestellt und für eine sich leerende Möhnetalsperre gesorgt. Auch die Projekte zur Gewinnung erneuerbarer Energien in Ense wurden beeinflusst.

Die „Windbauern“ müssen mit Verlusten leben. Solaranlagen erzielten dagegen hohe Werte. 

„Das ist das bislang beste Jahr, das wir je hatten“, zeigte sich folglich auch Tobias Plewka, Vorstandsmitglied der Bürger.Solar.Ense im Gespräch mit dem Anzeiger zufrieden.

Gleichwohl machte er nicht zuletzt auch mit Blick auf die Anteilseigner deutlich: „Was das wirtschaftlich bedeute, lasse ich noch völlig offen.“ Und damit müssen sich die Mitglieder der Genossenschaft noch bis zur nächsten Versammlung in Sachen Dividende gedulden. 

Anders sieht es bei den heinischen Windbauern aus. So erklärte Andreas Düser, Sprecher der Windradgesellschaft Waltringen/Ruhne, dass man nach dem vergangenen Simmer mit Einbußen rechnen müsse. So liege man rund 10 Prozent unter dem Durchschnitt. 

Das aber sei keine unübliche Schwankung, wie er erläutert. Man habe schon Jahre mit weit weniger Ertrag erlebt. Wobei er ergänzt: Der spürbare Klimawandel führte nach Einschätzung nicht generell zu weniger Wind. Er verschiebe sich nur, so Andreas Düser.

Quelle: Soester Anzeiger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare