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Erneuerung der Buswartehäuschen

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BREMEN ▪ Aus Alt mach Neu. Denn geht es nach dem Willen der Verwaltung, dann sollen die insgesamt 39 Buswartehallen in Ense ausgetauscht beziehungsweise neu errichtet werden.

Interessant dabei: Den Löwenanteil der Kosten übernähme der Zweckverband Nahverkehr Westfalen Lippe (NWL), von dem im Rathaus dafür ein Bewilligungsbescheid in Höhe von 357 100 Euro eingegangen ist. Die Gemeinde würde ihrerseits einen Eigenanteil von 15 Prozent, also rund 45 000 Euro, aufbringen müssen. Für das laufende Jahr wird dabei gefordert, dass 133 653 Euro bis zum 30. Juni 2013 abgerufen werden.

Das hat Verwaltungsmitarbeiter Heinz Robbert gegenüber dem Anzeiger erklärt. Klar aber auch: Das letzte Wort in der Angelegenheit wird die Politik sprechen, der Bürgermeister Hubert Wegener das Vorhaben in den nächsten Sitzungen noch präsentieren wird. Wobei für den Verwaltungschef klar ist: Trotz der prekären Haushaltslage sollte die Gemeinde von der Möglichkeit des Austausches der Buswartehäuschen Gebrauch machen. Zum einen seien in den Haushalten stets Mittel für die Unterhaltung der Buswartehäuschen, die mitunter in einem wahrlich schlechten Zustand seien, eingeplant. Zum anderen mache es auch keinen Sinn, wegen der finanziellen Schieflage komplett auf alle Investitionen zu verzichten, die einer Verbesserung der Infrastruktur dienen, so Bürgermeister Hubert Wegener weiter.

Wobei die Mittelzuweisung so überraschend nicht kommt. Denn schon im März diesen Jahres war mittels eines Einplanungsbescheides eine Zuwendung von 260 000 Euro in Aussicht gestellt. Durch Nachverhandlungen, insbesondere wegen der erhöhten Anforderungen des behindertengerechten Ausbaus der Wartehallen, wurde die Gesamtausgabensumme um 97 000 Euro erhöht.

Geplant ist der Austausch bzw. Neuerstellung von 39 Wartehallen im gesamten Gemeindegebiet. Diese sollen auf Anforderung des Zweckverbandes dreiseitig einsehbar sein, um die Verkehrssicherheit der Nutzer wesentlich zu verbessern. Befindet sich in unmittelbarer Nähe der neu zu errichtenden Hallen keine Straßenbeleuchtung, so soll ein Wartehäuschen mit Beleuchtung aufgestellt werden. Eine weitere Forderung ist der behindertengerechte Ausbau der Wartehallen. Das heißt, der Zugang zur Wartehalle muss rollstuhl- und blindengerecht ausgebaut werden. Ebenso wird der Bordstein so angehoben, dass die Haltestelle mit einem Niederflurbus angefahren werden kann und ein barrierefreier Zustieg möglich ist. Der Gehweg wird mit einem Leitstreifen aus Rippenplatten ausgestattet. Der Behindertenvertreter des Kreises Soest hat diese Planungen akzeptiert, heißt es.

Die auszutauschenden Wartehallen seien zum Teil mehr als 30 Jahre alt und entsprächen nicht diesen Anforderungen, so die Verwaltung gestern. Ziel dieser Investition sei außerdem, „die Akzeptanz des öffentlichen Personennahverkehrs zu steigern. Ein für Ense auch nicht unwichtiger Aspekt ist die Verschönerung des Ortsbildes“, so Heinz Robbert.

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