1000 Hektar

Feuer im Forst: Enser Wehr bereitet sich auf Waldbrände vor

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Unter anderem ein Pool sorgt für die nötige Löschkraft im Wald.

Ense – Der Terminkalender der Enser Feuerwehr füllt sich; der Übungsbetrieb ist unter Corona-Bedingungen wieder aufgenommen worden.

Sorgenvolle Blicke lenkte die Wehr in der Zwischenzeit in Richtung der heimischen Waldgebiete. Borkenkäfer und Klimawandel haben auch den Enser Forst anfällig gemacht, die Brandgefahr ist gestiegen. Ein Grund, sich intensiver mit den Grünzonen zu befassen. Der Regen in den vergangenen Tagen habe nur für kurzfristige Entspannung der Lage gesorgt, so Andreas Düser. 

Der Enser Feuerwehrchef hat sich daher mit seinen Kollegen auf eine Art Waldbegang begeben. Immerhin muss die Feuerwehr etwa 1000 Hektar Forst auf Gemeindegebiet im Auge behalten, angefangen vom Fürstenberg-Bereich in Lüttringen bis hin zum Waldgebiet runter zur Möhne. Düser und seine Kollegen haben sich bei der Waldexkursion im Mannschaftstransportfahrzeug nun ein Bild von den Örtlichkeiten gemacht, welche Wege im Brandfall befahrbar sind und entsprechendes Kartenmaterial erarbeitet, das in den Löschfahrzeugen bereitliegt und Orientierung gibt.

 Für Andreas Düser bestätigte sich einmal mehr, wie brenzlig es in den Enser Waldregion werden kann – denn Reste einer Feuerstelle rückten ebenso ins Blickfeld wie weggeworfene Zigarettenstummel. „Das hat im Wald nichts zu suchen,“ mahnt Düser und appelliert an die Spaziergänger, aufmerksam zu sein. „Ich sehe das sehr, sehr kritisch, was da manchmal im Wald passiert – Grillen oder offenes Feuer hat grundsätzlich nichts im Wald zu suchen – und auch auf das Rauchen sollte im Wald verzichtet werden!“, so der Feuerwehrchef. 

Schließlich haben die freiwilligen Kräfte der Enser Wehr auch noch dafür zu sorgen, im Training zu bleiben. Der Übungsbetrieb ist inzwischen wieder aufgenommen – allerdings unter erschwerten Vorgaben. Meint: Ein immenser Mehraufwand kommt vor allem auf die ebenso ehrenamtlich tätigen Ausbilder zu. 

Maximal zehn Aktive bei Trainingseinheiten

 Denn statt einer üblichen Ausbildungstruppe von 25 bis 30 Personen aus einer Löschgruppe dürfen nur maximal zehn Aktive an den Trainingseinheiten teilnehmen. Dienstpläne werden darum aufwändiger, Termine für Ausbilder häufiger. Für den Löschzug Bremen mit gut 70 Aktiven bedeutet das: Drei Tage in der Woche sind nun zwei halbe Gruppen am Start, in den Orts-Löschgruppen wechseln sich die ebenfalls kleineren Teams wochenweise ab. Umfangreicher sind auch die Dokumentationen dieser Treffen, damit im Corona-Fall mögliche Infektionsketten nachvollziehbar sind.

Quelle: Soester Anzeiger

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