Flüchtlinge: Kleiderstube erweitert Angebot

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Die Kleiderkammer platzt aus allen Nähten und die Nachfrage nicht zuletzt durch die hohe Zahl an Flüchtlingen steigt. Deshalb haben sich Josefine Kettler, Irmgard Kies, Paul Sörries, Brigitte Kösling und Tildis Lutter (von links) auf eine Ausweitung des Angebots verständigt.

Bremen - Die ständig steigenden Flüchtlingzahlen einerseits und die große Spendenbereitschaft der Enser andererseits führen dazu, dass die Kleiderstube der Caritas ab sofort ihr Angebot ausgeweitet. Zudem wird über eine Kooperation mit dem Caritas-Kaufhaus „möbel und mehr“ in Niederense nachgedacht.

Darauf haben sich Brigitte Kösling, Sozialarbeiterin der Gemeinde Ense und unter anderem für die Betreuung der Flüchtlinge zuständig, sowie Caritas-Chef Paul Sörries und die Mitarbeiterinnen der Kleiderstube, Josefine Kettler, Tildis Lutter sowie Irmgard Kies, verständigt. Danach wird man – beginnend mit der kommenden Woche – neben den bisherigen Ausgabeterminen an jedem zweiten bis vierten Montag im Monat von 9.30 bis 11 Uhr sowie jeden zweiten Mittwoch im Monat von 14.30 bis 16 Uhr zusätzlich immer dienstags von 9.30 bis 11 Uhr die Kleiderkammer an der Werler Straße in Bremen neben dem Raiffeisenmarkt zur Kleiderausgabe öffnen. Termine hierfür sind allerdings weiterhin bei Brigitte Kösling im Rathaus vorab zu vereinbaren. Und mit diesem Schritt, so Paul Sörries, verfolgt man zwei Ziele: Einerseits möchte man die Caritas-Mitarbeiterinnen entlasten, da die Zahl der Flüchtlinge, die Unterstützung durch die Kleiderkammer suchen, stetig zunehme und allein über die bisherigen Ausgabetermine angemessen nicht mehr zu bewältigen ist. Andererseits platze angesichts der hohen Spendenbereitschaft der Enser die Kleiderkammer „aus allen Nähten“. Die zusätzlichen Ausgabetermine sollen hier für eine „Entzerrung“ sorgen. Denn seien bisher zwei bis drei Familien zu den Ausgabeterminen in der Kleiderkammer erschienen, so seien es heute bis zu sechs. Vor diesem Hintergrund wurde gestern auch nochmals darauf hingewiesen, dass man nach wie vor gut erhaltene, saubere Kinder- und Babybekleidung brauche, aber auch einfaches Spielzeug. Und: Zumindest nachgedacht wird darüber, die Kleider demnächst nicht mehr kostenlos, sondern gegen einen kleinen Obolus abzugeben. Hier allerdings sei noch keine abschließende Entscheidung gefallen. Eine kleine, aber wichtige Veränderung wird es bei der Annahme der Kleider geben. Diese erfolgt in der Regel an jedem ersten Montag im Monat von 17 bis 18 Uhr. Bei Bedarf besteht zudem die Möglichkeit in der Woche zuvor über Paul Sörries (Telefon 02922/86 10 00) eine zusätzliche Annahme zu organisieren.

Offen ist eine andere Frage: eine denkbare Kooperation mit dem Caritas-Kaufhaus „möbel und mehr“. Hier allerdings, so Brigitte Kösling, habe man noch kein Gespräch mit den Verantwortlichen geführt.

Quelle: Soester Anzeiger

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