Flüchtlings-Unterkunft für Menschen jeden Glaubens

Kirchlich eingesegnet wurde Freitagnachmittag die neue Flüchtlings-Unterkunft in Bremen, mit deren Bezug wohl nächste Woche zu rechnen ist.
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Kirchlich eingesegnet wurde Freitagnachmittag die neue Flüchtlings-Unterkunft in Bremen, mit deren Bezug wohl nächste Woche zu rechnen ist.

Bremen -  Christine Dinter brachte es auf den Punkt: Möge es „im guten Geiste so weitergehen, dass in diesem Haus aus Nachbarn Freunde werden“.

Und damit dürfte die Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Ense, die am Freitagnachmittag die neue Unterkunft für ausländische Flüchtlinge „An der Windmühle“ in Bremen gemeinsam mit Pastor Carsten Scheunemann von der katholischen Gemeinde St. Lambertus kirchlich einsegnete, allen Anwesenden aus dem Herzen gesprochen haben. Wobei noch offen ist, wann tatsächlich mit dem Bezug der Immobilie zu rechnen ist, wie Bürgermeister Hubert Wegener erläuterte.

Denn das noch für Freitag angekündigte Flüchtlings-Ehepaar mit zwei Kindern habe man in einer Wohnung in Höingen unterbringen können, so der Verwaltungschef. Ab dann jedoch werde man wohl das neue Gebäude nutzen, zumal die Notunterkunft an der Grabenstraße in Niederense schon mit 17 Personen belegt sei. Doch viel wesentlicher: Er, so Hubert Wegener, habe sich „erschrocken“, als er die jüngsten Prognosen bezüglich der Flüchtlingssituation vernommen habe. Denn pro Tag gehe man in Nordrhein-Westfalen von 2 000 Flüchtlingen aus, die unterzubringen seien.

Das neue Gebäude auf einem gemeindeeigenen Grundstück „An der Windmühle“ in Bremen ist für bis zu 30 Personen ausgelegt. Und Menschen aller Religionen sollen dort zukünftig wohnen. Allerdings hatte die Verwaltung schon vor einigen Tagen nicht ausschließen wollen, dass diese Maximalbelegung durchaus kurzzeitig überschritten werden könne, wenn Wohnraum knapp werde.

Die Entscheidung für den Bau des Gebäudes war angesichts der ständig steigenden Zuweisungen von Flüchtlingen zu Jahresbeginn gefallen. Mit der Errichtung hatte man dann im Frühsommer begonnen.

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