Flüchtlingsinitiative hofft im Herbst auf eine „Lindenhof“-Eröffnung

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Da keine Wahlen anstanden, bilden Schriftführer Michael Greve, der 1. Vorsitzende Daniel Keil, die Vize-Vorsitzende Alina Brinkmann und Kassierer Johannes Soebbeler (von links) weiter den Vorstand.

Niederense - Die Hoffnung ist formuliert. Der Verein „Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense“ jedenfalls hält es nicht für ausgeschlossen, dass der neue „Willkommens- und Begegnungstreff“ im „Lindenhof“ bereits im Herbst seine Türen öffnet.

Das zumindest hat der Vorsitzende Daniel Keil am Rande der Mitgliederversammlung am Mittwochabend im Sportheim des TuS Niederense erklärt. Dabei unterstrich er nochmals, dass der Verein die Kosten für das Inventar übernimmt, die Gemeinde als Trägerin des Treffs den eigentlichen Innenausbau stemmt, wobei das Vorhaben im Wesentlichen über „Leader“-Mittel finanziert werden soll (wie mehrfach berichtet). Doch nicht nur angesichts dieser optimistischen Aussicht war die Stimmung in der Versammlung gut.

Denn nur ein Jahr nach seiner Gründung sei klar: „Ense steht hinter dem Verein“, so Vorsitzender Daniel Keil, sei es gelungen, „dem Begriff Flüchtling das Beängstigende zu nehmen“. Und das hänge nicht zuletzt mit der intensiven Arbeit auf den verschiedenen Ebenen zusammen. Allerdings machte Daniel Keil ebenso klar: Die Arbeit sei nicht einfacher geworden, auch wenn den Enser Vereinen für die gute Zusammenarbeit Dank gelte. Gleichwohl drückte er vier Wünsche für die kommenden Monate aus: dass die Entscheidungsträger verstehen müssten, dass Integration nicht innerhalb immer neuer Grenzen gelinge, dass die Werte „Menschlichkeit, Freiheit und Frieden nicht vergessen“ werden, dass die Kooperation mit anderen Hilfe-Organisationen verstärkt und man zukünftig „politischer, mutiger und frecher“ auftreten werde. Wobei alles einem Ziel dienen müsse: mit den „neuen Nachbarn eine starke Stimme zu bekommen“.

Aktuell zählt der Verein „Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense“ 38 Mitglieder, sei die Zahl derer, die mitarbeiten allerdings weitaus höher.

Quelle: Soester Anzeiger

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