Förderpreis für Stephanie Neuhaus

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Stephanie Neuhaus im Atelier „Der Bogen“ in Neheim vor einem ihrer Werke. Am kommenden Freitag wird sie in Baden-Baden mit dem „Förderpreis für bildende Kunst der Stiftung für Fruchtmalerei und Skulptur“ gewürdigt.

Niederense - Stephanie Neuhaus, Absolventin des Studiengangs Bildende Kunst an der ABK Stuttgart, wird mit dem „Förderpreis für bildende Kunst der Stiftung für Fruchtmalerei und Skulptur – Am Anfang war der Apfel“ ausgezeichnet. Der mit 5 000 Euro dotierte Preis wird in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen und fördert herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Bildenden Kunst.

Ausgezeichnet wurde Stephanie Neuhaus’ Installation „ohne Titel“, die nach Ansicht der Jury aus den eingereichten Arbeiten herausragte. Ausgangspunkt ist der Bronzeabguss einer Bananenschale, die an Computerspiele der 1980er-Jahre erinnert, wie beispielsweise Donkeykong oder Super Mario. Die Banane als mögliches Hindernis im Spiel wird im 3D-Druckverfahren über die gesamte Dauer der Ausstellung vervielfältigt. Mit jeder weiteren Bananenschale wird die betretbare Fläche des Studioraumes verkleinert, und schlussendlich wird der Raum unbegehbar. Die prozesshafte Installation erinnert motivisch, aber auch inhaltlich an Arbeiten von Andy Warhol, wenngleich sich Stephanie Neuhaus dem modernen Reproduktionsmittel des 3D-Drucks bedient.

Stephanie Neuhaus, geboren 1989 in Arnsberg, studierte von 2012 bis 2015 das Fach Bildende Kunst an der Kunstakademie Stuttgart in Professor Thomas Bechingers Klasse. Zuvor absolvierte sie von 2008 bis 2012 das Studium der Kunsterziehung und Germanistik an den Universitäten Dortmund und Siegen. Stephanie Neuhaus arbeitet multi- und interdisziplinär. Ihre jüngsten Arbeiten umfassen Zeichnungen, Malereien, Skulpturen, Fotografien, Installationen und Publikationen.

In den vergangen drei Jahren wurden ihre Werke in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt, unter anderem in der Galerie der HBKsaar in Saarbrücken (2015), der Galerie INTER ART Stuttgart (2014), der Rotterdam Artweek (2014), der Kunsthalle am Hamburger Platz Berlin (2013), dem Dortmunder Kunstverein (2012) und dem Kunsthaus Krumscheid Linz (2010). Heute lebt und arbeitet sie in Niederense.

Die Vergabe des Preises findet am kommenden Freitag, 7. Oktober, ab 19 Uhr im Rahmen der Ausstellungseröffnung im Studioraum 45 cbm in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden statt.

Weitere Informationen zur Stiftung für Fruchtmalerei und Skulptur unter der Adresse www.fruchtmalerei.de.

Quelle: Soester Anzeiger

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