Fünf Jahrzehnte SSC Höingen gebührend gefeiert

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Arnold Kottenstedde, Bezirks-Chef des WSV, überreichte Leo und Herbert Meier die Kölner-Medaille. Der Vorsitzende Alfred Risse (von links) wird diese auch an das dritte noch lebende Gründungsmitglied, Josef Kettler, übergeben. ▪

HÖINGEN ▪ „Weiter so in den nächsten 50 Jahren“ und „Keine Bedenken für die Zukunft“: Die Festredner waren sich einig, der SSC Höingen ist bestens für die Zukunft gerüstet.

Beim Geburtstagsfest stand am Samstagabend aber natürlich vor allem die Rückschau auf die letzten fünf Jahrzehnte an. Zunächst begrüßte der Vorsitzende Alfred Risse die zahlreichen Gäste zum Jubiläum im Vereinsheim.

Anschließend hatten einige Mitglieder die Geschichte der Sportschützen im Haardorf, angereichert mit der einen oder anderen Anekdote, zusammengestellt. So war es bereits im Jahr 1959, als sich einige junge Männer unter anderem durch das Preisschießen des HSV vom Schießsport begeistert zeigten. In der Gaststätte Meier wurde auf die ersten Scheiben gezielt - diagonal durch den Saal, um eine 10-Meter-Bahn zu gewährleisten. Als Sport-Schützen-Club Höingen erfolgte dann am 20. März 1962 die Aufnahme in den Westfälischen Schützenbund (WSV) und damit die erste Teilnahmen an Wettkämpfen. Die erste große Ausgabe des jungen Vereins bestand in 204 DM für ein Luftgewehr. Die Mitgliederzahl stieg stetig, mit Josef Meier konnte man sogar schnell einen Kreismeister stellen.

Nach einem zwischenzeitlichen Umzug erfolgte 1980 die Einweihung des heutigen Schießheims, vor zehn Jahren durch Umkleideraum, Küche und Wintergarten erweitert. 65 Mitglieder (davon 35 Jugendliche) gehen dort 50 Jahre nach der Gründung ihrem Hobby nach, aktuell sind acht Mannschaften gemeldet. Über die Jahrzehnte sammelten sich zahlreiche Pokale und Urkunden im Vereinsheim an und zeugen von zahlreichen sportlichen Erfolgen. Stellvertretend hervorgehoben wurden Anke Meier und Thomas Schleimer, die es bis in den Landeskader und darüber hinaus schafften. Auch im Dorfleben ist der SSC fester Bestandteil, leicht bemerkbar etwa beim jährlichen Kinderkarneval am Rosenmontag. Der Sommerbiathlon lockte zudem bis 2002 Schützen aus ganz NRW nach Höingen.

Bürgermeister Hubert Wegener betonte die sportlichen Erfolge des SSC. Zugleich erinnerte er aber auch daran, dass diese nur durch viel Training zu erreichen sind und Eigenschaften wie eine gute Konzentrationsfähigkeit voraussetzen. Er dankte den Verantwortlichen für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

Lob für ein Vereinsheim „welches seinesgleichen sucht“ gab es auch vom Bezirks-Vorsitzenden des WSV, Arnold Kottenstedde. Der erklärte man habe im Gesamtverband derzeit, wie viele andere Sportarten auch, Nachwuchssorgen - sah die Höinger aber bestens aufgestellt. Er informierte die Gäste zudem auch über das weitere Engagement des WSV, etwa im Umweltschutz. Weitere Glückwünsche überbrachten Herbert Trümper als zweiter Vorsitzender des Gemeindesportverbandes und Georg Raacke (Vorsitzender Sportverein) im Namen der Höinger Vereine. Im Gepäck hatte Kottenstedde neben der Auszeichnung für den Verein auch „eine der höchsten Ehrungen“ für einzelne Sportschützen. Leo Meier (Vorsitzender), Herbert Meier (Beisitzer) und Josef Kettler (Geschäftsführer) hatten den SSC gemeinsam mit Josef Meier (Kassierer, 1998 verstorben) gegründet. Sie erhielten im Rahmen des Jubiläums die Kölner-Medaille am schwarz-weiß-grünen Band. ▪ chl

Quelle: Soester Anzeiger

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