Auszeichnungen für ihr Projekt

Schüler erhalten 1150 Euro für ihr Biotop Bremer Bach

Fürstenbergschüler erhalten Umwelt- und Klimaschutzpreis für ihr Biotop Bremer Bach
+
Den Umwelt- und Klimaschutzpreis erhielten die Fürstenbergschüler für ihr Biotop Bremer Bach.

Da jubeln sie, die Kinder der Fürstenbergschule. Gerade haben ihnen der Beigeordnete Andreas Fresen und Johannes Kobeloer von der Firma Innogy jeweils eine Urkunde überreicht. Fresen vergab damit den Umweltpreis der Gemeinde, Kobeloer hatte den Klimaschutzpreis seines Unternehmens dabei.

Waltringen – Diese Auszeichnungen erhielten die Schüler für ihr Projekt im Biotop Bremer Bach in Kooperation mit der Conrad-von-Ense-Schule und dem Familienzentrum Lummerland aus Lüttringen. Im dortigen Naturschutzgebiet setzen sich die beiden Lehranstalten für den Erhalt der Flora und Fauna vor Ort ein. Pflege der Flachwasserzonen, Schutz des Schilfgürtels und das Anlegen einer Blumen- und Streuobstwiese stehen dabei auf der Agenda.

„Boah, das ist voll viel.“

Um dabei zu helfen, haben sowohl die Gemeinde als auch Innogy nicht nur eine Urkunde im Gepäck, sondern auch ein Preisgeld. Die Gemeinde unterstützt das Schulprojekt mit 150 Euro, vom Energieunternehmen gibt es sogar 1000 Euro in den Finanzierungspott. „Boah, das ist voll viel“, staunt ein Mädchen, als Kobeloer die Summe verkündet. „Hey, lasst uns davon doch einen Lamborghini kaufen“, schlägt ein Junge strahlend vor, nur um von seinem Freund desillusioniert zu werden: „Ein Lamborghini ist doch noch viel teurer.“ Das lange Gesicht des kleinen Rennwagen-Fans sollte das einzige an diesem Tag am Bremer Bach sein.

Rückzugsorte für verschiedene Tiere

Nicht nur, dass das Preisgeld wohl knapp nicht für einen italienischen Flitzer reicht, es wird auch anderweitig benötigt. Zum Beispiel, um Blumensamen zu kaufen oder Material für verschiedene Nistkästen zu besorgen. „Hier sollen nämlich auch Bienenvölker angesiedelt werden“, erklärt Lehrer und Projektleiter Bernhold Uhrmeister. „Die Nistkästen dafür baut aktuell die Conrad-von-Ense-Schule.“

Doch auch andere Tiere sollen am Bremer Bach einen Rückzugsort finden: Amphibien, Vögel und kleine Säugetiere bekommen hier Nistmöglichkeiten gefertigt. So soll das Biotop auf Dauer zu einem Ort der Natur und des Lernens werden. Bunte Wildblumenwiesen werden diesen schon bald abrunden.

Noch viel zu tun im Biotop

Doch bevor das soweit ist, haben die Schüler noch viel zu tun. Am Tag der Preisübergabe hatten die Klassen gerade den Grünschnitt von den frisch gemähten Wiesen geschafft, als Fresen und Kobeloer auftauchten. Eine anstrengende Plackerei für die Grundschüler, die aber dennoch glücklich und zufrieden mit ihrem Tagwerk wirken. Bloß schade, dass es zur Belohnung keinen Lamborghini gab. Obwohl: Mit Umwelt- und Klimaschutz ließe sich das wohl auch nur schwer vereinbaren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare