2518 Kilometer

Fußball-Damen aus dem Kreis Soest erlaufen 10.000 Euro für den guten Zweck

Gemeinsam viel erreicht: Im Kreis der Mannschaft teilten Julia Kehrenberg, Bianca Langolf, Karin Schlösser und Lioba Sieben vom AKHD und Sponsor Ralf Hettwer (vorne von links) die Spendensumme mit.
+
Gemeinsam viel erreicht: Im Kreis der Mannschaft teilten Julia Kehrenberg, Bianca Langolf, Karin Schlösser und Lioba Sieben vom AKHD und Sponsor Ralf Hettwer (vorne von links) die Spendensumme mit.

Sie haben es geschafft. Die Fußball-Damen des TuS Bremen haben die Spendensumme ihres Spendenlaufs errechnet. Insgesamt 6652,60 Euro haben die Spender an die TuS-Damen überwiesen. Der Verein „Provinzialer in Westfalen-Lippe helfen“ stockt die Spende auf, sodass schlussendlich 10 000 Euro an den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst (AKHD) des Kreises Soest übergeben werden können.

Bremen - „Da kann ich einfach nur den Hut ziehen. Es sind ja nicht nur die gelaufenen Kilometer, sondern auch das, was dabei rumgekommen ist. Danke an alle Läufer, Spender und Sponsoren“, sagt Trainer Jörg Ladkau lobend.

Für die Damen, die in der Kreisliga Soest/Lippstadt spielen, lohnen sich die vielen Laufeinheiten in vielerlei Hinsicht. Denn nach dem Ende des Spendenlaufs am 30. Mai, ist die Mannschaft nach der Corona-Pause ins Training eingestiegen. Und da muss Trainer Ladkau lange Laufeinheiten gar nicht mehr einplanen.

Mehr als acht Kilometer pro Tag

2518,21 Kilometer ist die Mannschaft im Monat Mai gelaufen. „Wir sind von dem Ergebnis überwältigt, denn das hatten wir nicht erwartet“, sagen Julia Kehrenberg, Bianca Langolf und Karin Schlösser, die den Spendenlauf organisiert haben.

Einige Läuferinnen waren sehr ambitioniert unterwegs – sie haben Distanzen eines Halbmarathons (21,1 Kilometer) gemeistert. Die meisten Kilometer spulten Chiara Falcone (240,62 Kilometer – das waren im Schnitt mehr als 8 Kilometer pro Tag), Kira Grothe (175,87), Elisabeth Suermann (162,77) und Yvonne Dombrowsky (159,86) ab.

Lioba Sieben vom AKHD zeigte sich begeistert von der stolzen Spendensumme. „Das Geld fließt in die allgemeine Arbeit des Vereins“, erklärt sie. Der AKHD ist Anlaufstelle für Familien mit Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen mit einer lebensverkürzenden Erkrankung. Er unterstützt und begleitet die Kinder sowie ihre Eltern und Geschwister.

Der Leiter der Bremer Provinzial-Geschäftsstelle, Ralf Hettwer, schätzt genau diese ehrenamtliche Arbeit, bereits in der Vergangenheit haben die „Provinzialer“ an den AKHD gespendet. „Es ist uns wichtig, Vereine in der Region zu unterstützen“, sagt er.

Für Co-Trainer Philipp Gerbracht hat der Spendenlauf gerade in Corona-Zeiten für einen Zusammenhalt in der Mannschaft gesorgt. „Jeder der teilgenommen hat, völlig egal ob Läufer oder Spender, hat in diesen Zeiten ein Zeichen für das Miteinander gesetzt!“

Zweiter Spendenlauf: Auch die SG Oberense hat gespendet

Die Bremer Damen waren die zweite Mannschaft in der Gemeinde, die mit einem Spendenlauf eine soziale Organisation unterstützt haben. Zuvor waren die Fußballer der SG Oberense bereits 2124 Kilometer gelaufen und haben am Ende 4600 Euro an das Soester Frauenhaus überweisen können. Für die Damen aus Bremen eine Inspiration, die bei der eigenen Organisation auf Unterstützung aus der Nachbarschaft zählen konnten.

Beim gemeinsamen Termin ließ Ralf Hettwer die Mannschaft dann gleich ein zweites Mal jubeln. Er versprach einen Satz neuer Trikots, wenn denn in der nächsten Saison der sportliche Aufstieg geschafft werde. An der Fitness wird es bei den Damen nicht scheitern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare