Fußweg am Steetsberg: „Nutzung auf eigene Gefahr“

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Entlang der L 795 soll der Fußweg führen, den die Anlieger aber nur auf eigene Gefahr nutzen dürfen.

NIEDERENSE -  Die Verwaltung hält am geplanten Einsatz des „EnseMobils“ bzw. eines Taxi-Busses für die Steetsberg-Anwohner fest, wird aber gleichzeitig für eine Ausbesserung des von den Anliegern gewünschten Fußweges sorgen. Wobei Bürgermeister Hubert Wegener ausdrücklich festhält: Die Nutzung dieses Pfades erfolge auf eigene Gefahr.

Das jedenfalls hat der Verwaltungschef in öffentlicher Ratssitzung auf eine entsprechende Nachfrage von SPD-Ratsfrau Marianne Neumann erklärt.

So wird die Verwaltung zwar in Teilen des Weges für die Anbringung eines Geländers sorgen, Lampen aber werde man nicht aufstellen und auch keine offizielle Beschilderung des Weges vornehmen. Denn auch wenn man mit den jetzt angekündigten Maßnahmen dem Wunsch der Steetsberg-Anwohner nachkomme, so steht für die Rathausspitze fest, dass man im Schadensfalle keine Haftung übernehmen werde. Gleiches gelte für die Behörde StraßenNRW und den Eigentümer jenes Wäldchens, durch den der Weg bis zum neuen Edeka-Markt führen soll. Zwar hätten die Gesprächspartner hier ihre Zustimmung erklärt, allerdings nur unter der Bedingung, dass sie von der Haftung befreit würden.

Bekanntlich ist bei dem geplanten Fußweg vom Steetsberg bis in die Dorfmitte nicht nur ein deutlicher Höhenunterschied zu bewältigen, der Pfad führt zudem an der L 795 entlang, was vor allem Bürgermeister Hubert Wegener arge Bauchschmerzen bereitet, wie er in der Bürgerversammlung Mitte des vergangenen Monats in Niederense hatte wissen lassen. Gleichwohl: Ein Teil der Steetsberg-Anwohner ließ in der Sitzung keinen Zweifel daran, dass man den von der Verwaltung vorgeschlagenen „Shuttle-Verkehr“ für wenig praktikabel hält. Stattdessen hatte man – trotz aller Bedenken – den Fußweg ins Spiel gebracht, worauf die Verwaltung eine Prüfung des Gedankenspiels zusagte.

SPD-Ratsfrau Marianne Neumann zeigte sich zuversichtlich, dass die Steetsberg-Anwohner den jetzt von der Verwaltung vorgeschlagenen Weg für vertretbar halten. Zumal die Menschen dort „vor allem gehört werden“ wollten.

Im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung wurde zudem endgültig der Auftrag für den Neubau der Brücke gegeben, mit dem noch in diesem Monat begonnen werden soll und der rund 900 000 Euro kosten wird. Gut 300 000 Euro fließen an Zuschüssen. Mit der Fertigstellung des Bauwerks rechnet die Experten im Dezember. So soll die Belastung für die Bürger in einem erträglichen Rahmen gehalten werden. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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