BG gegen einen Kreisverkehr vor dem Gerätehaus

NIEDERENSE -  Die Bürgergemeinschaft spricht sich gegen den geplanten Kreisverkehr auf der Bahnhofstraße in Niederense aus. Für möglicherweise erforderlicher hält man ein solches Bauwerk dagegen im Bereich des späteren Edeka-Marktes auf dem so genannten „Filetstück“.

Dabei war das Meinungsbild in der Fraktion am Dienstagabend einhellig. Nicht zuletzt die aus Niederense stammenden Mitglieder ließen nämlich keinen Zweifel an der Ablehnung des Projektes an dieser Stelle und trugen so maßgeblich zur Einschätzung der übrigen Sitzungsteilnehmer bei. Doch nicht nur aus diesem Grund rückt die BG nun von ihrer bis dahin geltenden Zustimmung ab.

So zitierte BG-Ratsherr Horst Schlitt aus einer öffentlichen Vorlage für den am kommenden Montag, 4. Februar, tagenden Kreisausschuss für Bauen- und Straßenwesen, in dem das Thema erneut behandelt werden soll. Und darin heißt es, dass die Gemeinde Ense „signalisiert“ habe, „ihren Kostenanteil zu erhöhen“. Grund hierfür seien weggebrochene Landeszuschüsse zu dem Kreisverkehr. Dabei könne der Kreis Soest seinen Kostenanteil von bisher 145 000 Euro auf nunmehr maximal 120 000 Euro reduzieren. Bislang hatte die Gemeinde Ense rund 60 000 Euro für das Vorhaben eingeplant. Doch gerade die Erhöhung des Anteils für die Gemeinde stößt der Bürgergemeinschaft sauer auf. Angesichts von Sparbemühungen in allen Bereichen des Haushaltes sei es kaum zu vermitteln, dass gerade für den Kreisverkehr, der in Niederense nicht uneingeschränkt befürwortet werde, nun tiefer in die Tasche zu greifen. Die bisher positiven Beschlüsse für den Kreisverkehr seien zudem zu einer Zeit getroffen worden, als die finanziell schlechte Situation der Gemeinde Ense in allen Facetten noch nicht absehbar gewesen sei.

Indes: Ob das Nein der BG nun noch etwas an der Verwirklichung des Kreisels ändert, bleibt abzuwarten. Entscheiden nämlich muss am Montag der Ausschuss im Kreis. Gleichwohl ist die deutlich vernehmbare Kritik an dem Vorhaben – nicht zuletzt durch den unabhängigen Ratsherrn Franz Freitag – dort nicht ohne Wirkung geblieben. So wurden Ende vergangenen Jahres die vorgesehenen Ausgaben durch den Kreis mit einem Sperrvermerk zunächst einmal „auf Eis“ gelegt. Am Montag nun soll entschieden werden, ob die Mittel wieder freigegeben werden, um das Vorhaben noch in diesem Jahr realisieren zu können. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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