Gemeinde und Caritas richten Möbellager in Niederense ein

+
Das ehemalige Schlecker-Ladenlokal in der Poststraße in Niederense beherbergt ab der nächsten Woche das Möbellager. Dennis Schröder, Brigitte Kösling und Celie Kaulmann von der Verwaltung und Burgis Korte von der Kreis-Caritas nahmen die Räumlichkeiten in Augenschein.

NIEDERENSE - Ein Möbellager für einkommensschwache Haushalte bzw. Einzelpersonen soll die breite Palette der Hilfsangebote vor Ort weiter vergrößern. Und: Bereits nach Karneval soll es soweit sein.

Dabei handelt es sich um eine Kooperation zwischen der Gemeinde Ense, die dafür das ehemalige Schlecker-Ladenlokal in der Poststraße in Niederense anmietet, und der Caritas im Kreis Soest, die wiederum als Betreiberin der Einrichtung auftreten wird.

Am Dienstagmorgen präsentierten Bürgermeister Hubert Wegener – unterstützt von seinen Verwaltungsmitarbeitern Dennis Schröder und Brigitte Kösling – sowie Burgis Korte, Fachbereichsleiterin der sozialen Dienste beim Kreis-Caritasverband, die neue Idee und machten deutlich, dass deren Umsetzung schon recht bald erfolgt.

So ist vorgesehen, dass nach einigen noch vorzunehmenden kleineren „Verschönerungsarbeiten“ in dem knapp 200 Quadrameter großen ehemaligen Schlecker-Ladenlokal in der Poststraße schon ab Montag die Möglichkeit gegeben sein soll, dort Möbel kostenlos abzugeben bzw. sie dort zu lagern. Und besonders benötigt werden zwar gebrauchte, allerdings noch gut erhaltene Betten, Tische, Stühle, Schränke, aber auch Besteck, Geschirr und sonstiger Hausrat, Kinderwagen, Kinderbetten, Wickelkommoden und Fahrräder. Nicht angenommen werden dagegen Kleiderspenden. Hier sei nach wie vor die Kleiderkammer der Caritas an der Werller Straße Anlaufstelle, wie man unterstreicht. Und: Das Möbellager solle nicht als eine billige Entsorgungsstelle missverstanden werden.

Caritas begutachtet die Möbel

Wobei sich die Spender ohnehin zunächst bei der Caritas in Werl melden sollen, von wo aus man dann in einem ersten Schritt die angebotenen Möbel ob ihrer Eignung in Augenschein nimmt und gegebenenfalls in der Folge die Anlieferung nach Niederense koordiniert. Doch auch im Rathaus der Gemeinde Ense stehen Brigitte Kösling und Dennis Schröder als Ansprechpartner zur Verfügung.

Geöffnet sein soll das Möbellager in der Poststraße voraussichtlich einmal die Woche, so die ersten Überlegungen, wobei man sich über den genauen Wochentag sowie die Uhrzeit noch intern verständigen wird, wie Bürgermeister Hubert Wegener und Burgis Korte wissen ließen. Hier möchte man vor allem nicht mit anderen Angeboten wie etwa dem „Enser Warenkorb“ kollidieren. Angedacht aber ist in jedem Fall, dass es nach Karneval mit dem neuen Angebot losgehen soll. Denn: „Zunächst einmal benötigen wir ja ausreichend Möbel-Spenden“, so die beiden. Und freiwillige Helfer. Denn auch wenn die Caritas einen Mitarbeiter stellt, der sich hauptsächlich um die Organisation und Koordination im Möbellager kümmert, so werden weitere Unterstützer durchaus benötigt. Und hier gilt ebenfalls: Wer sich einbringen möchte, der kann sich im Rathaus bei Brigitte Kösling oder Dennis Schröder melden.

Richten soll sich das Möbellager dabei vor allem an die Wohngeld- oder die Hartz IV-Empfänger, an Personen, die die so genannte „Grundsicherung im Alter“ beziehen, an ausländische Flüchtlinge oder an alle Enser, die plötzlich und unerwartet in eine Notlage geraten sind, wie es Hubert Wegener und Burgis Korte formulierten.

Apropos Asylbewerber: So plant die Verwaltung, die Einrichtungen für ausländischen Flüchtlinge über das neue Möbellager auszustatten und somit Kosten zu sparen bzw. die Anmietung der Räumlichkeiten zu refinanzieren. Denn allein im vergangenen Jahr hat die Gemeinde Ense rund 13 000 Euro für die Einrichtung der Unterkünfte ausgegeben, wie Bürgermeister Hubert Wegener ausführte.

Befristet ist das neue Angebot dabei zunächst für die Dauer von zwei Jahren. Danach, so Bürgermeister Hubert Wegener, werde man die gemachten Erfahrungen auswerten und über eine Fortsetzung befinden. - det

Quelle: Soester Anzeiger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare