Gebäude soll erhalten bleiben

Gemeinde Ense pachtet die alte Post

Einen Kauf des Hotelrestaurants „Zur alten Post“ in der Bremer Ortsmitte prüft die Gemeinde zur Zeit.
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Einen Kauf des Hotelrestaurants „Zur alten Post“ in der Bremer Ortsmitte prüft die Gemeinde zur Zeit.

Einen Steinwurf vom Rathaus in Bremen entfernt ist das Gebäude, auf das die Gemeindeverwaltung gemeinsam mit der Politik jetzt ihren Blick gerichtet hat. Der Rat hat zugestimmt, dass die Gemeinde das Hotelrestaurant „Zur alten Post“ zwischen St.-Lambertus-Kirche und Rathaus in der Bremer Ortsmitte pachtet.

„Wir wollen das ortsbildprägende Gebäude und die Gastwirtschaft erhalten“, erklärt Bürgermeister Hubert Wegener. Seit dem 1. September ist die Gemeinde nun Pächter der Immobilie, die „bis Frühjahr nächstes Jahr“ gepachtet worden ist, sagt Wegener. Für die bisherigen Pächter, Vladica Mikic und seinen Sohn Denis, ändert sich zunächst wenig. Die Gemeinde unterverpachtet die „alte Post“ an die Gastronomen weiter. „Wir holen uns die Pacht wieder“, widerspricht Bürgermeister Wegener Gerüchten, dass die Gemeinde die Gaststätte ohne Pachtkosten den Gastronomen zur Verfügung stellt.

Die Verwaltung hat das Fachwerkgebäude in der Ortsmitte vorerst übernommen, um zu verhindern, dass es kurzfristig abgerissen wird, sagt Wegener. Denn die Zukunft der alten Post war ungewiss: Eigentümer Armin Mönkebüscher prüfte andere Nutzungsmöglichkeiten für Gebäude und Grundstück. „Wir überlegen, diskutieren und prüfen“, sagte Armin Mönkebüscher auf Anzeiger-Nachfrage Anfang August.

Um das Gebäude langfristig zu erhalten, prüft die Gemeinde derzeit auch den Kauf der Immobilie vom Eigentümer – auch das wurde vom Rat schon bewilligt. „Wir erarbeiten ein Konzept für das Gebäude“, sagt Wegener zum aktuellen Stand. Darin enthalten sollen Vorschläge sein, wie das Gebäude kostendeckend in Gemeindehand übergehen kann und eine Kostenschätzung, wie viel Geld für den Erhalt der alten Post notwendig ist.

In der Vergangenheit wechselte der Pächter der alten Post mehrfach, verbunden mit einem längeren Leerstand, hat das dem Gebäude zugesetzt. Mithilfe von Fördergeldern soll die Sanierung des Gebäudes gelingen. Derzeit prüft die Verwaltung noch, ob sie Fördergelder für die Erhaltung des Fachwerkhauses erhalten kann. Eines macht Hubert Wegener aber deutlich: „Wir wollen keine Gaststätte betreiben.“

Der Bürgermeister, der noch bis zum 31. Oktober im Amt sein wird, hat darüber hinaus auch die anderen Gaststätten in der Gemeinde im Blick. „Alle sechs gehören zur Infrastruktur in der Gemeinde“, sagt Wegener. Allerdings gebe es einen Saal für Familien- und Vereinsfeiern „sonst nur noch in Niederense“. Für das gesellschaftliche Zusammenleben sei es dementsprechend wichtig, diese Möglichkeit auch in Bremen zu erhalten.

In der nächsten Sitzung des Gemeinderates, die im November erstmals unter der Leitung des kommenden Bürgermeisters Rainer Busemann stattfinden wird, soll öffentlich über die Zukunft der alten Post diskutiert werden.

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