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Gemeinde unterstützt Glasfaserausbau

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Von: Karin Hillebrand

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100 Bürger kamen zur Infoveranstaltung Glasfaser nach Lüttringen
100 Bürger kamen am Montagabend zur Infoveranstaltung in die Schützenhalle nach Lüttringen. © Karin Hillebrand

Lüttringen – Mit so vielen Teilnehmern hatte man nicht gerechnet: Rund 100 Menschen kamen am Montagabend zur Info-Veranstaltung von Westenergie und der Gemeinde in die Schützenhalle nach Lüttringen.

So manch’ einer wusste schon, dass er einen Vertrag abschließen wird, andere hatten Fragen, Appelle und Erfahrungsberichte im Gepäck. Kommunalbetreuer Johannes Kobeloer von der Eon-Tochter Westenergie bemühte sich, alle kritischen Fragen und konstruktiven Anregungen zu beantworten.

Wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, wie wichtig das Internet ist.

Rainer Busemann, Bürgermeister

„Die Gemeinde Ense steht hinter dem Projekt“, betonte Bürgermeister Rainer Busemann, der mit Wirtschaftsförderer Emre Özer und Stefanie Müller vom Fachbereich Bauen und Gemeindeentwicklung gekommen war, zu Beginn. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren gesehen, wie wichtig das Internet ist.“ Das Lernen und Arbeiten von zuhause aus, sei in manchen Häusern aufgrund schlechter Verbindungen kaum möglich gewesen.

Viele der Anwesenden tendierten bereits zu einem Anschluss ans Glasfasernetz, das sei zukunftssicher, man mache sich unabhängig, die Geschwindigkeit sei über die alten Systeme kaum zu erhöhen.

„Es ist ein einmaliges Angebot und ein grundsätzlich guter Gedanke der Eon“, sagte Siegfried Wrede aus Lüttringen. Nun will er die Einzelposten genauer betrachten und Kostenfragen klären. „Wir legen den Hausanschluss kostenfrei, sie zahlen eine einmalige Anschlussgebühr und das monatliche Entgelt für den gewählten Vertrag“, zeigte Kobeloer auf und präsentierte verschiedene Vertragsmöglichkeiten, innerhalb derer man später noch wechseln kann. Die reichen von 41,90 Euro für eine 60Mbit-Leitung bis zu 119,90 Euro für ein 1Gbit-Leitung. Die abgebildete Kostentabelle hätte sich eine der Zuhörerinnen für mehr Transparenz gerne bei den erhaltenen Unterlagen gewünscht. Sie fühlt sich durch die Vorreiterrolle die die Orte Lüttringen und Hünningen einnehmen, unter Druck gesetzt. Ein anderer würde gegenüber seinem jetzigen Vertrag 36 Euro im Monat mehr bezahlen und fragt sich, warum er das tun solle. Eon garantiere 90 Prozent der Bandbreite, lautete die Antwort.

Kobeloer erklärte auch, warum einige wenige Einzelhäuser sowie das Neubaugebiet zwischen den Ortschaften im ersten Schritt nicht berücksichtigt werden können, dass sie aber für eine spätere Phase schon jetzt mit eingedacht werden. Jemand hat beim Hausbau bereits ein Leerrohr für solch einen Anschluss legen lassen. „Das nutzen wir gerne. Nur in Rohre von anderen Anbietern werden wir nichts legen“, erläuterte Kobeloer.

„Sobald es in die Planung geht, vereinbaren wir zur Besprechung der Anschlüsse Termine zwischen dem Ingenieurbüro und den Hauseigentümern. Wir versuchen, allen Wünschen, solange sie nicht abstrus werden, zu entsprechen.“

Christian Renner erklärt die Anschlusstechnik von Glasfaser im Haus.
Die einen fragen, die anderen appellieren. Christian Renner erklärt am Modell die Anschlusstechnik im Haus. © Karin Hillebrand

Aus den hinteren Reihen kam ein Erfahrungsbericht: Die Eltern hätten in Welver Glasfaser legen lassen. Der Garten sehe aus wie vorher, die sieben Jahre alte Fritz-Box konnte genutzt werden. Die Frage hatten sich mehrere Leute gestellt. Wie lange man nach Vertragsabschluss an Eon gebunden sei – zwölf oder 24 Monate, je nach Laufzeit. Danach sei ein Anbieterwechsel wieder möglich.

Wen rufe man im Störungsfall an? Eon – das sei der Vertragspartner für die Glasfaserverbindung. Christian Renner aus Hünningen verwies auf die steigenden Anforderungen, die alleine durch Fernsehgeräte an das Netz gestellt werden: „Es werden Lichtsignale durch die Glasfasern geleitet – was ist denn schneller als Licht?“ Frank Neuhaus hat beim Bau seines Hauses vor 18 Jahren auf eine damals auch kostenlos angebotene Zuleitung verzichtet. Damals gab es nicht mal Tablet-PCs, heute leidet die Familie an der schlechten Internetverbindung.

Für speziellere Fragen stand nach eineinhalb Stunden der Information auch das Team der Haustürverkäufer, die momentan durch die beiden Orte ziehen, bereit.

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