Gemeinde verschärft Kontrollen der Bio-Tonnen

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Die Qualität der Bioabfälle hat abgenommen, sogar „besorgniserregende Maße erreicht“.

Bremen - Die Verwaltung zieht die Notbremse: Denn nachdem eine „einschneidende Verbesserung leider nicht zu erkennen“ sei, wird es ab kommenden Montag eine verschärfte Kontrolle geben müssen.“ Damit ist klar: Biotonnen, in denen sich weiterhin Plastiktüten befinden, werden konsequent stehen gelassen.

Das zumindest haben der Beigeordnete Andreas Fresen sowie Brigitte Lohölter, im Rathaus für den Bereich Abfallwirtschaft zuständig, jetzt im Gespräch mit dem Anzeiger angekündigt. Denn zerschlagen hat sich die Hoffnung, dass nach ersten Beobachtungen zur Monatsmitte die Fehlbefüllungen der „grünen“ Tonnen spürbar nachgelassen habe und sogar augenscheinlich nicht mehr so häufig aufträten wie noch im Vorjahr. Und so ist nun unvermeidlich, was direkt nach der jüngsten Umweltausschuss-Sitzung Anfang Dezember angekündigt hatte.

Denn in der neuen Satzung über die Abfallentsorgung in der Gemeinde Ense heißt es ausdrücklich, dass die Mitnahme von Tonnen, die nicht ihrer Zweckbestimmung entsprechend genutzt werden, verweigert werden kann. Und dass durchaus des öfteren Dinge in der „grünen Tonne“ gelandet sind, die dort nicht hineingehören, das hatten Kontrollen gezeigt. Und klar ist: Muss eine Tonne nachträglich abgefahren werden, kostet das Geld: Für eine 80-Liter-Tonne werden 22 Euro fällig, für eine 120 Liter Tonne 23 Euro und für eine 240-Liter-Tonne 27 Euro.

Wobei die Maßnahmen zur Kontrolle der Biomüll-Tonnen sowie die damit verbundenen Aufklärungsarbeit ohnehin ihren Preis haben: Mit 10.000 Euro nämlich kalkuliere man den Aufwand.

Doch wie auch immer: Falsch befüllte Bio-Tonnen werden ab kommender Woche nicht mehr geleert. Entweder hat der Verursacher die Fehlbefüllungen nachträglich auszusortieren oder der verunreinigte Bioabfall wird insgesamt als Restmüll gebührenpflichtig entsorgt.

Hintergrund für diese drastischen Maßnahmen ist, dass die Qualität der Bioabfälle abgenommen, besorgniserregende Maße erreicht“ hat. So habe sich der Behandlungsaufwand an der Deponie dermaßen erhöht, dass die Kompostierungsgebühr von 71,25 auf 75 Euro/Tonne steigen musste. Auch das führte dazu, dass die Müllgebühren teuerer werden mussten und wahrscheinlich ist, dass sie weiter steigen werden, wenn keine Verbesserung eintritt.

Quelle: Soester Anzeiger

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