Gemeindesportverband macht Staatskanzlei Druck

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Für die Tonne darf die Planung für den Kunstrasenplatz in keinem Fall sein. Da sind sich alle Verfahrensbeteiligten einig.

Höingen – Die ungeklärte Frage, ob der Bau des Kunstrasenplatzes in Höingen über das Programm „Moderne Sportstätten 2022“ mit Mitteln in Höhe von 77.000 Euro gefördert wird, hat den Vorsitzenden des Gemeindesportverbandes Ense, Dr. Andreas Langer, zu einem Schreiben an die zuständige Staatskanzlei in Düsseldorf veranlasst.

Und vor allem auf zweierlei weist Langer in dem Schreiben hin: Das „wichtigste – das zeitkritischste – Projekt“ bei allen beantragten Förderungen sei eben der Sportplatzbau im Ortsteil Höingen. Denn vorgesehen ist, mit der Umsetzung des Vorhabens bereits im März zu beginnen, um ab August/September auf dem neuen Geläuf auch kicken zu können. 

Da die beantragte Förderung in Höhe von 77.000 Euro sich in diesem Zusammenhang jedoch „nur auf die Oberfläche“ bezieht, will Langer mithin verbindlich wissen: „Gelten die zeitlich davor abzuarbeitenden Gewerke wie Erdarbeiten und ähnliches (...) als vorzeitiger Maßnahmenbeginn, weil sie technisch zwingend notwendige Vorabeiten darstellen? Oder bezieht sich der vorzeitige Maßnahmenbeginn ausschließlich auf das Gewerk Oberfläche und somit auf das beantragte Projekt?“

Will heißen: Darf der Verein mit den Vorarbeiten beginnen, auch wenn noch keine Entscheidung über den Zuschuss für die Oberfläche gefallen ist? Oder würde ein solches Vorgehen die finanzielle Unterstützung unweigerlich unmöglich machen? Für den Verein wäre dabei wichtig, dass er die Bagger möglichst schnell rollen lassen kann angesichts der insgesamt monatelangen Bauzeit, wie Andreas Langer anmerkt. Und er weist auf die Nebenbedingung hin, dass der Platz für die jetzt beginnende Rückrunde spielplantechnisch extra frei gehalten wurde und zum Beginn der Fußballsaison im Sommer wieder zur Verfügung stehen sollte – und zwar ohne das Risiko, damit die Förderung aus dem Sportstättenprogramm zu gefährden.

Doch noch ein weiterer Aspekt ist für den Vorsitzenden des Gemeindesportverbandes bedeutsam: Der Vertrag mit dem Sportplatzbauer in Bezug auf die Oberfläche sei zwar unterschriftsreif. Der Verein könne ihn aber erst unterzeichnen, wenn die Finanzierung klar ist. Genau in dieser Hinsicht werde Klarheit in der Frage benötigt, ob die Förderung tatsächlich kommt oder nach anderen Möglichkeiten der Finanzierung gesucht werden müsse. „Insofern drängt die Zeit.“ 

Denn eines dürfe nicht passieren: Dass der Platz-Bauer aufgrund der ungewissen Situtation andere Projekte dem Höinger vorzieht und der Zeitplan damit überhaupt nicht mehr zu halten wäre. Eine Antwort aus der Staatskanzlei steht noch aus. 

Der Gemeindesportverband hatte Ende vergangenen Jahres die Anträge auf Förderung verschiedener Maßnahmen aus dem Programm „Moderne Sporstätten 2022“ auf den Weg gebracht. Doch trotz der Zusage einer schnellen und unbürokratischen Entscheidung wartet man nach acht Wochen in Ense noch immer auf eine Reaktion aus der Staatskanzlei in Düsseldorf

Quelle: Soester Anzeiger

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