RP genehmigt landesplanerische Anpassung für das Repowering

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Erneuerbare Energien in Ense standen beim Besuch der Biogasanlage von Landtagskandidat Heinrich Frieling (dritter von links) und Europa-Politiker Dr. Peter Liese (vierter von links) im Mittelpunkt der Gespräche. Mit dabei waren auch (von links) Thomas Stock, Georg Busemann, Andreas Fresen, Andreas Düser und Chrisrtian Schlösser .

Ruhne/Waltringe -  Von einem endgültigen Durchbruch will Andreas Fresen nicht sprechen. Noch, so der Beigeordnete der Gemeinde Ense, seien einige Hürden zu nehmen. Gleichwohl darf die jüngste Nachricht durchaus als positiv bewertet werden.

Denn wie Andreas Düser, Sprecher der Betreibergesellschaft des Windparks Ruhne/Waltringen, jetzt mitteilen konnte, hat die Bezirksregierung in Arnsberg die landesplanerische Anpassung für das Repowering auf der Fläche zwischen Ruhne und Waltringen genehmigt. Das wiederum heißt, dass die Gemeinde die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes für die Errichtung der seit Jahren gewünschten vierten Anlage weiter vorantreiben kann, was mit dem Abbau von drei Altanlagen einhergehen würde. Doch bis es soweit ist, müssen noch einige Steine aus dem Weg geräumt werden.

Wobei der CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese, der jetzt mit dem CDU-Landtagskandidaten Heinrich Frieling die Biogasanlage in Höingen besuchte und dort mit Andreas Düser auch das Thema Repowering streifte, nochmals verdeutlichte: Das Repowering von Windkraft-Anlagen ist auch in Vogelschutzgebieten möglich. Das zumindest hatte die frühere EU-Kommissarin für Klimaschutz, Connie Hedegaard, bei einem Besuch in Ense vor einigen Jahren erklärt. Ein Wort, das für Dr. Peter Liese noch immer zählt, wie er bei der Visite in Höingen klar machte.

Bekanntlich soll das Repowering im Bereich Ruhne/Waltringen auf einer Sonderbaufläche verwirklicht werden. Allerdings ist es Ende des vergangenen Jahres zu einer nicht unerheblichen Verzögerung gekommen, da für das Vorhaben ein förmliches Genehmigungsverfahren fällig wird. Das wiederum bedeutete sowohl die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung als auch die weitere Beteiligung der Öffentlichkeit. Das könne gut und gerne sechs Monate in Anspruch nehmen, hatte Enses Beigeordneter Andreas Fresen Anfang Dezember des vergangenen Jahres mitgeteilt. Auch die von den Aufsichtsbehörden an die Investoren zusätzlich aufgegebenen Verfahrensschritte benötigen eine längere Bearbeitungszeit, bis eine Baugenehmigung erteilt werden kann. Außerdem müssen beispielsweise die Schallimmissionsgutachten und Schattenwurfanalysen überarbeitet werden.

Bevor also der Satzungsbeschluss für die Planung in Ruhne/Waltringen erfolgen kann, muss die Anpassung des Vorhabens an das Landesplanungsgesetz erfolgen.

Dazu ist es erforderlich, die Anregungen der Bezirksregierung abzuarbeiten, im Rahmen der FFH-Verträglichkeitsprüfung der Nachweis erbracht werden, dass erhebliche Beeinträchtigungen des Vogelschutzgebietes „Hellwegbörde“ ausgeschlossen sind. Ob vor diesem Hintergrund in diesem Jahr noch mit einer Baugenehmigung gerechnet werden kann, muss abgewartet werden.

Im Bereich Ruhne/Waltringen ist vorgesehen, ein neues, viertes Windrad mit einer Höhe von 150 Metern bei einem gleichzeitigen Abbau von drei Altanlagen zu errichten.

Quelle: Soester Anzeiger

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