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Demnächst wird am Haarweg „geblitzt“

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Bei einer ersten Geschwindigkeitsmessung an der Kreuzung Haarweg/L 745 (Am Riesenberg/Lanner) haben sich „Auffälligkeiten“ ergeben, so dass der Kreis jetzt ein Radargerät – mit Knöllchenverteilung – einsetzt. ▪
Bei einer ersten Geschwindigkeitsmessung an der Kreuzung Haarweg/L 745 (Am Riesenberg/Lanner) haben sich „Auffälligkeiten“ ergeben, so dass der Kreis jetzt ein Radargerät – mit Knöllchenverteilung – einsetzt. ▪ © Risse

ENSE ▪ So langsam kommt Bewegung in den Haarweg, denn die Vielzahl der Unfälle und auch die beharrlichen Forderungen der Gemeindeverwaltung haben die Verantwortlichen auf einer höheren Ebene dazu gebracht, aktiv zu werden.

Dazu gehörten Geschwindigkeitsmessungen in den vergangene Tagen, bei denen jedoch keine Strafmandate verteilt wurden, wenn ein Autofahrer zu schnell unterwegs war. „Wir wollten ein realistisches Bild vom Fahrverhalten dort bekommen“, hatte Franca Großevollmer, Sprecherin der Kreisverwaltung, dieses Vorgehen begründet.

„Geblitzt“ wurde am Haarweg an zwei Stellen: an der Abzweigung nach Bittingen, also am Fuchsweg, und an der Kreuzung Haarweg/ L 745 (Am Riesenberg/Lanner). Für den Abzweig nach Bittingen gab Franca Großevollmer auf Nachfrage unserer Zeitung Entwarnung: „Dort waren keine Auffälligkeiten zu beobachten.“ Das bedeutet, dass dort nicht zu schnell gefahren worden ist.

Anders sieht es aus an der Kreuzung der Bundes- mit der Landstraße. „Hier waren bei den Geschwindigkeitsmessungen etwas erhöhte Werte festzustellen“, so Franca Großevollmer. Damit hat sie höflich umschrieben, dass dort gerast wird.

Ihren Angaben zufolge ist der Haarweg in der jüngsten Vergangenheit in den Focus der Verkehrsexperten gerückt. Deshalb wird jetzt zunächst in der Verkehrsabteilung der Kreisverwaltung eine Entscheidung darüber fallen, ob dort ein Fahrzeug mit Blitzanlage aufgestellt werden kann und wenn ja, wo es stehen könnte.

Unabhängig davon werde sich die Unfallkommission im nächsten Frühjahr mit dem Haarweg befassen, so Franca Großevollmer.

Franz-Josef Vonnahme, Beigeordneter der Gemeinde, wies erneut darauf hin, dass sich die Zahl der Unfälle dort in den vergangenen Jahren erhöht habe. Er vermutet, dass dies nicht nur an der Geschwindigkeit liegt, denn die Stellen seien recht übersichtlich. „Das ist deshalb nicht zu erklären“, so Franz-Josef Vonnahme.

Allerdings könne die Gemeinde dort nicht einfach bauliche Maßnahmen ergreifen, denn es handele sich um eine Bundes- und eine Landstraße. Dafür seien eben Bund oder Land, in diesem Fall Straßen NRW, zuständig.

Er betonte, dass es nicht entscheidend sei, ob es sich dort um einen Unfallhäufungspunkt handele: „Wenn es einen kritischen Punkt in Ense gibt, dann ist er dort“, so der Beigeordnete. ▪ uhu

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