1. SauerlandKurier
  2. HSK
  3. Ense

Gutachten: Enser vermissen Schuhläden

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Am Schulweg gilt jetzt absolutes Halteverbot. Zudem kündigte das Rathaus gestern verstärkte Kontrollen durch das Ordnungsamt an. So will man die Zuwegung nicht zuletzt zur Schlesischen Straße sicherstellen. © Foto: Stute

BREMEN - Die Enser vermissen beim Einzelhandels-Angebot an so genannten Gütern der persönlichen Ausstattung vor allem Schuhe und Lederwaren. Das zumindest geht aus dem Gutachten der BBE Handelsberatung Münster hervor.

Bekanntlich war die vorläufige Expertise im jüngsten Haupt- und Wirtschaftsförderungsausschusssitzung präsentiert worden (wie berichtet). Und neben der Fragestellung, welche Warengruppen des kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Bedarfs in Ense abgedeckt werden, hatte die Gutachter eben auch interessiert, welches Sortiment vor Ort vermisst wird. Nicht unerwartet rangieren hier Schuhe und Lederwaren mit 34 Prozent an der Spitze gefolgt von Bekleidung/Wäsche mit 28 Prozent, Unterhaltungselektronik, Foto/Musik/Video/PC/Drucker und Kommunikation mit acht Prozent, Baumarkt-Sortimente mit fünf und Elektro/Leuchten und sonstige hochwertige Haushaltswaren mit vier Prozent.

Für Bürgermeister Hubert Wegener war dabei die Aussage in dem Gutachten erstaunlich, dass gerade der Bereich „Bekleidung/Wäsche“ im Segment des eher mittelfristigen Bedarfs in Ense immerhin eine Umsatz-Kaufkraft-Relation von 49,5 Prozent erziele. Maßgeblich hierfür verantwortlich, so die Erläuterung von Diplom-Kaufmann Hans-Joachim Schrader von der BBE, seien offenkundig die beiden Textil-Discounter im Einkaufszentrum zwischen Bremen und Parsit. So liegt die einzelhandelsrelevante Kaufkraft bei satten 5,8 Millionen Euro. Die erzielten Umsätze werden von den Gutachtern aus Münster mit immerhin 2,9 Millionen Euro beziffert.

Insgesamt liegt die Kaufkraft in der Gemeinde Ense bei 73,3 Millionen Euro. Vor Ort gebunden werden jedoch lediglich 37,3 Millionen Euro. Das bedeutet allerdings auch, dass 51 Prozent der Kaufkraft nicht in der Gemeinde Ense gehalten werden können, sondern abfließen. - det

Auch interessant

Kommentare