Kreisverkehr Höingen

Haarweg-Anwohner befürchten zusätzliche Belastungen 

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Eine weiträumige Umfahrung ist für die fast siebenmonatige Bauzeit des Kreisverkehrs in der Einfahrt zum Höinger Industriegebiet vorgesehen. Die Anwohner des Haarwegs allerdings glauben, dass diese nicht beachtet und zu mehr Verkehr vor ihrer Haustür führen wird. 

Höingen -Der Startschuss für den Bau des Kreisverkehrs in der Einmündung zum Höinger Industriegebiet fällt bereits in der kommenden Woche. Dabei rechnet man im Rathaus mit einem Abschluss der Arbeiten Ende April 2018 und mit Gesamtkosten von 720 000 Euro, wie Enses Beigeordneter Andreas Fresen auf Anzeiger-Nachfrage präzisierte.

Allerdings stößt das Vorhaben nicht nur auf ungeteilte Zustimmung. Vor allem die Anwohner des Haarwegs befürchten angesichts der vorgesehenen Umleitung zusätzliche Belastungen.

Das wurde am Montagabend in einer Informationsveranstaltung der Verwaltung im Höinger Gerätehaus deutlich.

Und auch wenn Enses Beigeordneter Andreas Fresen den besorgten Höingern zusicherte, sich für verstärkte Kontrollen einzusetzen, so konnte er ihnen damit nicht alle Befürchtungen nehmen. Gleichwohl ermunterte er sie, sich bei gravierenden Verstößen gegen die Verkehrsführung während des Kreiselbaus im Rathaus zu melden. „Wir müssen das beobachten“, so Andreas Fresen, der den Höingern aber seitens der Enser Verwaltung schnelle Hilfe bei Problemen zusicherte.

Bekanntlich ist der Industriepark nach Einrichtung der Baustelle nicht mehr über die Straße Am Buschgarten erreichbar. Der Verkehr soll von Werl kommend über die B 516, die K 8 und die Verbindungsstraße Niederense-Höingen ins Gewerbegebiet umgeleitet werden. Den Verkehr aus Neheim wiederum führt man über die L 745 und die K 8 durch Niederense und ebenfalls über die Verbindungsstraße Niederense-Höingen.

Doch genau hier bezweifeln die Anwohner des Haarwegs, dass sich vor allem der Anlieferverkehr sowie Mitarbeiter aus Richtung Neheim kommend, sich nicht an die Umfahrung halten und stattdessen vor ihrer Haustür herfahren. Eine Strecke, auf der ohnehin schon zu schnell gefahren werde. Skepsis wurde ferner angesichts der Bauzeit von knapp sieben Monaten sowie der Terminierung deutlich. Beigeordneter Andreas Fresen verwies wiederum darauf, dass man mit der Verwirklichung des Vorhabens erst nach Abschluss der Ortsdurchfahrts-Sanierung in Wickede habe beginnen dürfen. Angesichts der Dauer der Arbeiten setzt der Beigeordnete auf einen nicht so harten Winter, sodass man möglicherweise auch in dieser Zeit weiterarbeiten könne. Teil der Umleitung wird dabei auch ein „Bypass“ entlang der Neheimer Straße als einspurige Umfahrt für den Öffentlichen Personennahverkehr sein, der per Ampel geregelt wird. 

Priorität bei der Umsetzung der Maßnahme soll die Verbindung Bremen-Neheim haben, dann erfolgt die Fertigstellung der Einmündung Am Buschgarten und zu guter Letzt die Einmündung Zum Kleifeld. Um in diesem Zusammenhang das bisherige Gefälle Am Buschgarten zu verringern und damit für mehr Sicherheit zu sorgen, wird der Kreisel gut 1,50 Meter über das bisherige Straßenniveau angehoben. Die Mittelinsel selbst soll nicht überfahrbar sein, vielmehr durch ein Kunstwerk aufgewertet werden. 

Quelle: Soester Anzeiger

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