Hakenkreuz-Schmiererei: Verfahren eingestellt

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Mit einem Hakenkreuz hatten Unbekannte die im Bau befindliche zukünftige Unterkunft für ausländische Flüchtlinge Anfang August beschmiert.

Bremen - Die Hakenkreuz-Schmiererei an der zukünftigen Unterkunft für ausländische Flüchtlinge auf dem gemeindeeigenen Grundstück „An der Windmühle“ in Bremen bleibt juristisch ohne Nachspiel.

Wie die Arnsberger Staatsanwaltschaft auf Anzeiger-Nachfrage mitgeteilt hat, ist das Verfahren eingestellt worden, nachdem der Staatsschutz in Dortmund keine Täter ermitteln konnte.

Wie mehrfach berichtet, hatten Unbekannte in der Nacht vom 4. auf den 5. August den Rohbau in Bremen mit einem überdimensionalen Hakenkreuz und einem Spruch, der sich gegen Flüchtlinge richtete, beschmiert.

Die Gemeindeverwaltung erstattete umgehend Anzeige, setzte zudem eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen würden. Weitere 700 Euro kamen von Privatpersonen hinzu, so dass am Ende 1 200 Euro ausgelobt waren. Indes: Von Erfolg gekrönt war die Suche des Staatsschutzes, einer Abteilung des Polizeipräsidiums Dortmund, nicht.

Gleichwohl löste die Tat eine umgehende Welle der Solidarität mit den Flüchtlingen in Ense aus. So verurteilte die Bürgerinitiative „Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense“ die Tat aufs Schärfste.

Zudem ließ sie in einer ausführlichen Stellungnahme für den Anzeiger wissen, dass die Hakenkreuz-Schmierer Einzeltäter gewesen sein dürften, die „nicht die Mehrheit der Enser hinter sich“ gehabt hätten.

Und auch die Politik blieb nicht stumm. So verfassten die im Rat der Gemeinde Ense vertretenen Fraktionen sowie der unabhängige Ratsherr Franz Freitag eine gemeinsame Erklärung, in der man unmissverständlich deutlich machte, dass „in Ense kein Platz für Ausländerfeindlichkeit und Intoleranz“ sei.

Quelle: Soester Anzeiger

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