Mehr Platz, mehr Möglichkeiten

Handwerker Netzwerk hilft Kinder- und Jugendhospizdienst

Mit Sonnenblumen bedankten sich die Koordinatorinnen des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes bei den Enser Handwerkern.
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Mit Sonnenblumen bedankten sich die Koordinatorinnen des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Carla Bieling (vorne links) und Michaela Schulte bei Clemens Köhler, Stephan Stamen, Thorsten Stamen, Björn Splitthoff, Jörg Krengel, Dirk Hömberg, Mario Schulze, Georg Köhler und Bernd Lutter. Außerdem beteiligen sich die Gebäudereinigung Menke und das Küchenstudio Leuchtenberger.

Ense/Soest – Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Kreis Soest zieht um und wechselt innerhalb von Soest vom Markt zur Oestinghauser Straße. Bisher befand sich dort eine Filiale der Volksbank Hellweg. Die ist nun geschlossen, und die Räume stehen leer. Aber nicht mehr lange. Enser Handwerker krempeln die Ärmel hoch, um das neue Domizil in einer gemeinsamen Aktion herzurichten.

Regelmäßig stellt sich das Netzwerk aus Meisterbetrieben in den Dienst der guten Sache. Diesmal kommt ihr Einsatz Familien mit schwerkranken Kindern zugute.

Die Koordinatorinnen Carla Bieling und Michaela Schulte freuen sich über eine Anlaufstelle, die gut 100 Quadratmeter Fläche bietet, hell und freundlich und durch ihre Lage im Erdgeschoss auch für Rollstuhlfahrer leicht zu erreichen ist. Als großen Vorteil sehen sie zudem die Parkplätze am Haus. Den Handwerkern – Elektriker, Maler, Tischler, Raumausstatter und alle anderen – sagten sie nun beim Termin an der künftigen Adresse Dank für die große Hilfe.

Gemütliches Sofa für die neuen Räumlichkeiten

Noch gibt es einiges zu tun, doch in Kürze soll die Renovierung unter Dach und Fach sein. Am Markt stehen bereits die ersten gepackten Kisten, und die beiden Koordinatorinnen sind zuversichtlich, dass sie möglicherweise noch in diesem Monat ihre Arbeit im Soester Norden aufnehmen werden. Gerade haben sie noch ein gemütliches Sofa besorgt. „Das ist das Kinder- und Jugendzimmer“, erzählt Carla Bieling.

Mehr Platz, das bedeutet auch mehr Möglichkeiten. „Das ist ein dicker Pluspunkt, um weiterzuwachsen, betont Carla Bieling. Der Kinder- und Jugendhospizdienst ging vor fünf Jahren an den Start, tatkräftig hatte sich der Lions-Club Soest-Hellweg für den Aufbau eingesetzt und das Projekt vorangebracht. Derzeit begleiten gut 30 Ehrenamtliche lebensverkürzend oder lebensbedrohlich erkrankte Kinder und ihre Familien im häuslichen Umfeld. Das Leben und das Lachen stehen stets im Vordergrund, schildern sie. So soll es auch im Treffpunkt an der Oestinghauser Straße sein, den die Koordinatoren als Ort für die Helfer, die Familien, die Kinder und Geschwister verstehen. Derzeit läuft eine Ausbildung mit Teilnehmern, die den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst unterstützen möchten – um eine Aufgabe zu übernehmen, die vom festen und verlässlichen Stamm der Ehrenamtlichen als sehr bereichernd empfunden wird.

Aufgaben des Kinder- und Jugendhospizdienstes

Die ehrenamtlichen Begleiter des Kinder- und Jugendhospizdienstes unterstützen und begleiten Familien ab Diagnose, im Sterben und über den Tod hinaus. Das Angebot ist für die Familien kostenfrei. Der Dienst ist telefonisch unter 02921/6725885 zu erreichen und per E-Mail an soest@deutscher-kinderhospizverein.de.

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