„Haus am Spring“ definitiv kein Denkmal

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Definitiv kein Denkmal ist das „Haus am Spring“ aus Sicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, so die Darstellung von Enses Denkmalbeauftragtem Horst Brauckmann.

Bremen -  Die fehlenden „denkmalwürdigen Werte“ für das „Haus am Spring“ in Bremen gehen auf eine Einschätzung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zurück.

Das hat Horst Brauckmann, Beauftragter in der Gemeinde Ense für die Denkmal- und Bodendenkmalpflege, in seiner Stellungnahme für die Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am vergangenen Donnerstag herausgearbeitet.

Danach seien im Jahr 1981 mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe als oberste Denkmalbehörde alle denkmalverdächtigen Gebäude in der Gemeinde Ense in eine Inventarisierungsliste aufgenommen worden. Und hierbei seien dem Gebäude „keine denkmalwürdigen Werte von der Gutachterkommission des LWL zugesprochen worden“, heißt es in den Ausführungen von Horst Brauckmann. Diese Inventarisierungsliste sei bei der weiteren Bearbeitung später berichtigt worden, da bei näherer Untersuchung einiger Objekte wegen fehlender Denkmalwürdigkeit nicht in die Denkmalliste hätten aufgenommen werden können.

„Das ‘Haus am Spring’ und frühere Krankenhaus ist selbstverständlich bei vielen Bürgern heute noch eine Stätte mit hohem Erinnerungswert. Daraus allein lässt sich aber keine Denkmalwürdigkeit ableiten“, heißt es in der für Politik und Verwaltung erarbeiteten Stellungnahme.

Bekanntlich möchten die Investoren Wilhelm Wrede und Andreas Rother das „Haus 1 am Spring“ in Bremen im nächsten Jahr abreißen und dort eine Wohnanlage mit bis zu 30 Wohnungen und 40 Stellplätzen errichten. Der Planungs- und Umweltausschuss hatte hierfür am vergangenen Donnerstag „grünes Licht“ gegeben. Dabei war neben dem möglichen Konfliktpotenzial des Gebäudes mit der benachbarten Industrie auch die Denkmalwürdigkeit der Immobilie thematisiert worden.

Quelle: Soester Anzeiger

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