Haushaltsdefizit in Ense sinkt um eine Million Euro

BREMEN - Die Verwaltungsspitze prüft die Möglichkeit der Einbringung eines Doppelhaushaltes für die Jahre 2013/2014. Das hat Bürgermeister Hubert Wegener jetzt die Politik wissen lassen.

Da man die grundsätzlichen Eckdaten nicht nur für dieses, sondern auch für das kommende Jahr ziemlich genau kenne, könnte ein solcher Schritt durchaus Sinn machen, begründete der Verwaltungschef die Überlegungen. Denn klar ist: Ebenso wie 2013 wird Ense auch in 2014 keine Schlüsselzuweisungen vom Land bekommen, da die eigene Steuerkraft zu hoch ist. Und auch am großen Posten der Kreisumlage werde sich aller Voraussicht nach im nächsten Jahr nichts ändern. Deshalb prüfe man derzeit sehr intensiv die Möglichkeit des Doppelhaushaltes.

Bekanntlich hat die Verwaltung den Etat für 2013 zwar im Dezember des vergangenen Jahres eingebracht. Verabschiedet werden soll er jedoch frühestens Anfang März. Und ein wenig erfreulich: War man zunächst von einem Defizit von 3,3 Millionen Euro ausgegangen, so liege es nach den jüngsten Spar- und Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen bei nur noch 2,3 Millionen Euro. Das könnte im Endeffekt sogar dazu führen, dass die Gemeinde Ense kein Haushaltssicherungskonzept beim Kreis vorlegen muss, was Kämmerer Alois Langesberg viel Arbeit ersparen würde.

Ein Haushaltssicherungskonzept zielt darauf ab, in einem Zeitraum von bis zu zehn Jaren eine vollständige Ausgabenreduzierung zu erreichen, um das vorhandene Defizit zu drücken. Bekanntlich hat die Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Haushaltsstrategie verschiedene Maßnahmen unternommen, um das Loch im Haushalt zu verringern. Dazu gehörten neben Steuererhöhungen auch Kürzungen bei Ausgaben und das Schieben von zunächst vorgesehenen Aufgaben. Wie weit man dabei gekommen ist, wird sich zeigen, wenn der Haushalt im März verabschiedet wird. Bis dahin wird verwaltungsintern und im politischen Raum über verschiedene Maßnahmen nachgedacht.  - det

Quelle: Soester Anzeiger

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