„Heideresidenz“-Anwohner sorgen sich um Sicherheit

+
Zu schnell gefahren wird nach Einschätzung der Bewohner der „Heideresidenz“ auf dem Rochollweg. Zwar begrüßt man die aktuelle Tempomessung, eine Ausweisung der Strecke als Einbahnstraße könnte aus ihrer Sicht das Verkehrsproblem lindern helfen.

BREMEN -  Der Appell blieb nicht ungehört: „Bitte helfen Sie uns“ hatten die Bewohner der „Heideresidenz“ beim Besuch einer SPD-Delegation im „Haus 3“ geäußert und auf die Verkehrsproblematik zwischen der Werler Straße (Genossenschaft) und dem Rochollweg verwiesen. Und für die Bewohner brachte es Otto Roth auf den Punkt: „Es geht doch nur um unsere Sicherheit!“

Bekanntlich ist der frühere Feldweg an einer Seite mit einem Schotterbankett versehen und dadurch minimal verbreitert worden. Es sind auch nur 30 km/h erlaubt. „Es wird aber trotzdem zu schnell gefahren“, so Otto Roth. Zwar sei es erfreulich, dass die Gemeinde die mobile Tempo-Anzeige aufgestellt habe, aber eine konsequentere Kontrolle wäre effektiver.

Die Bewohner der „Heideresidenz“ sehen sich als Fußgänger (eventuell sogar mit Rollator) auf der Strecke ohne abgetrennten Gehweg auf jeden Fall gefährdet. Denn auf der schmalen Verbindung führen sogar Lastwagen; zudem sei der Bereich abends nicht beleuchtet, hieß es in der Veranstaltung am Mittwochnachmittag.

Vize-Bürgermeister und SPD-Ratsherr Horst Brauckmann griff bei dem Gespräch mit den „Heideresidenz“-Bewohnern die Anregung von Otto Roth auf, bis zum Endausbau der Straße die Verbindung vom Rochollweg zur Werler Straße als „Einbahn“ auszuweisen. „Auch wenn das zu Protesten von Autofahrern führen wird, weil sie einen etwas längeren Umweg machen müssen“, so der Sozialdemokrat.

Horst Brauckmann räumte in diesem Zusammenhang auch Fehler der Kommunalpolitiker ein: „Wir haben zwar das Baugebiet schnell erschließen wollen, aber die Zuwegung nicht sofort in Auftrag gegeben.“ Nun müsse der Gemeinderat handeln: „Ich bin sicher, dass der Weg in 2014 ausgebaut wird. Und bis dahin wäre die Ausweisung als Einbahnstraße und die Anlage eines kleinen geschotterten Fußweges sinnvoll.“

Bekanntlich ist der Weg vor dem Haus 3 der „Heideresidenz“ noch nicht ausgebaut. Allerdings hatte ein Investor Interesse am Bau eines Mehrfamilienhauses auf der östlichen Seite des Weges bekundet. Die dabei anfallenden Einnahmen für die Erschließung würde die Gemeinde im Falle einer Realisierung nutzen, um die Kosten für den Straßenausbau zu bezahlen. Zwar hatte es anfänglich im politischen Raum Irritationen über die Größe des Baukörpers gegeben. Die allerdings konnten nach einem Ortstermin im Frühjahr ausgeräumt werden. Dennoch ist es seither still um das Vorhaben geworden.

Quelle: Soester Anzeiger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare