Bürgermeister findet die richtigen Worte

Höinger SV: „Alle Parteien wollen helfen“

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Dass am Höinger Sportplatz etwas geschehen muss, darüber besteht Einigkeit. Jetzt wartet die Politik aber auf neue Vorschläge, um sich auch finanziell festzulegen.

Bremen - Bürgermeister Hubert Wegener war bemüht, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden. Und er traf ganz offenkundig die richtigen Worte.

„Alle Parteien wollen helfen“, sei zumindest seine Wahrnehmung, so der Verwaltungschef. Was das dann am Ende konkret für den Höinger SV bedeute, müssten die kommenden Wochen und Monate zeigen, formuliert er, ohne Widerspruch zu ernten.

Dabei hatte eine Anmerkung von CDU-Fraktionschef Heinrich Frieling zum Haushaltsplanentwurf 2017 im Haupt- und Wirtschaftsförderungsausschuss am Dienstagabend zu einem kurzen Wortwechsel mit SPD-Fraktionschef Bruno Löher geführt. So hatte der Christdemokrat nämlich Wert auf die Feststellung gelegt, dass der bereits im vergangenen Haushalt beschlossene Ansatz von 100 000 Euro für Maßnahmen am Höinger Sportplatz in 2018 Bestand haben, nur um rund 57 000 Euro für die Errichtung einer Flutlichtanlage in 2017 erhöht werden solle. Und auch die Verwaltung hatte so in ihrem Haushaltsplanentwurf gerechnet, war von 116 000 Euro für den Höinger SV ausgegangen ohne die Erneuerung der Flutlichtanlage. Das allerdings rief den Widerspruch von Bruno Löher hervor. Und das aus zwei Gründen.

So gehe man beim Höinger SV von Zuwendungen in Höhe von 150 000 Euro ohne Investitionen für die Flutlichtanlage aus, da auch Oberense mit einem solchen Betrag bei der Sanierung ihres Platzes bedacht worden sei. Hinzu komme: Für 100 000 Euro sei ein nach wie vor im Gespräch befindlicher Kunstrasen auf dem Hauptplatz nicht machbar, ohne dass der Verein noch mehr Eigenleistungen als ohnehin schon veranschlagt, einbringen müsse. Das sollte man den Höingern dann aber auch sagen. Sein Vorschlag: Für 2018 sollte man 150 000 Euro für Arbeiten am Sportplatz einstellen, die Summe von 116 000 Euro sei dagegen das „falsche Signal“.

Eine Argumentation, der sich am Ende auch die CDU nicht verschließen mochte: So seien die 116 000 Euro für den Sportplatz nur „ein erster Ansatz, nicht das letzte Wort“, so Fraktionschef Heinrich Frieling. Alles weitere hänge vom noch vorzulegenden Konzept des Vereins ab.

Warten auf Konzept

Bekanntlich hat der Höinger SV Abstand von der Idee genommen, auf dem Trainingsgelände einen Kunstrasenplatz zu errichten. Stattdessen prüft man nun zwei Alternativen: Bau eines Kunstrasens auf dem Hauptplatz oder dessen Aufwertung unter Beibehaltung des Naturrasens. Mit neuen Erkenntnissen rechnet man im Frühjahr.

Quelle: Soester Anzeiger

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