1. SauerlandKurier
  2. HSK
  3. Ense

Höinger Grundschule ist auf dem Weg nach Europa

Erstellt: Aktualisiert:

Die Schülerinnen und Schüler sollen durch das Projekt „Europaschule“ fit gemacht werden „für das Leben und Arbeiten in Europa“ und die Bereitschaft entwickeln, sich „für persönliche Kontakte durch schulische und außerschulische Aktivitäten“ zu öffnen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen durch das Projekt „Europaschule“ fit gemacht werden „für das Leben und Arbeiten in Europa“ und die Bereitschaft entwickeln, sich „für persönliche Kontakte durch schulische und außerschulische Aktivitäten“ zu öffnen. © Stute

HÖINGEN - Das Ziel ist ehrgeizig. Aber lohnenswert. Und so macht man sich an der Höinger Gemeinschaftsgrundschule in diesen Tagen auf einen ganz besonderen Weg. Auf den Weg zur „Europaschule“.

Das hat Schulleiterin Antje Heydecke am Dienstag im Gespräch mit dem Anzeiger angekündigt und verweist dabei auf ein entsprechendes Projekt der Landesregierung von NRW.

Dort nämlich möchte man über die „Europaschulen“ erreichen, dass Schülerinnen und Schüler fit gemacht werden „für das Leben und Arbeiten in Europa“ und die Bereitschaft „für persönliche Kontakte durch schulische und außerschulische Aktivitäten“ öffnen. Wobei es durchaus Anforderungen an eine „Europaschule“ gibt, die in einem Kriterienkatalog zusammengefasst sind, der vor einer Zertifizierung zu erfüllen ist. Eine Anstrengung, der man sich in Höingen gleichwohl in den kommenden Monaten gerne unterziehen möchte.

Für Antje Heydecke liegt die Motivation für eine Teilnahme am Projekt „Europaschule“ auf der Hand. So habe man sich nämlich zum Ziel gesetzt, dass Leitbild der Einrichtung „Miteinander leben, lernen, lachen“ auch global zu verwirklichen und den Blick zu weiten, um den Kindern ein „Europabewusstsein“ zu vermitteln. Denn eines sei klar: „Bei aller Verschiedenheit haben alle Schüler eines gemeinsam: sie sind kleine Europäer“, so die Rektorin.

Um nun tatsächlich „Europaschule“ werden zu können, müssen allerdings einige Bedingungen erfüllt werden. So muss ein erweitertes Fremdsprachenangebot ins Leben gerufen werden, was man mit der Gründung einer Französisch-AG zum Beginn des neuen Schulhalbjahres bereits umgesetzt hat. Und 50 Kinder aus den Jahrgängen 3 und 4 in vier Lerngruppen mit vier Lehrern konnte man hierfür begeistern. Als nächste Schritte wird man sich eine Partnerschule im europäischen Ausland suchen, um den geforderten interkulturellen Austausch zu ermöglichen und Briefkontakte herzustellen. Selbstverständlich, so Antje Heydecke, werde man hier die schon bestehenden Verbindungen in Enses Partner-Kommune Eleu-dit-Leauwette nutzen. Und natürlich sind auch die schulinternen Lehrpläne auf europäische Inhalte auszurichten.

„Wir wollen helfen, bei den Kindern ein europäisches Bewusstsein zu schaffen, ihnen Grundlagenwissen über Europa vermitteln und die natürliche Neugier der Kinder nutzen, um sie offen werden zu lassen für die Vielseitigkeit der Welt“, umreißt Antje Heydecke die Motivation für die Teilnahme an dem Projekt.

Übrigens: Sollte die Grundschule Höingen am Ende dieses Prozesses zertifizierte „Europaschule“ werden, dann sei sie die einzige Grundschule im Kreis Soest, der diese Ehre zuteil werde, blickt Antje Heydecke den kommenden Monaten mit Spannung entgegen. - det

Auch interessant

Kommentare