Hubert Wegener bewirbt sich um zweite Amtszeit

Tritt 2014 erneut als Bürgermeister an: Hubert Wegener

BREMEN -  Die Entscheidung ist gefallen. Hubert Wegener wird sich um eine zweite Amtszeit als Verwaltungschef im Rathaus bewerben – und zwar schon im kommenden Jahr.

Um nun den Weg für eine damit verbundene Zusammenlegung der Gemeinderats- und der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 freizumachen, wird er deshalb noch in dieser Woche bei Landrätin Eva Irrgang einen Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis auf Zeit stellen. Und wird diesem stattgegeben, wovon wohl auszugehen ist, dann endet die Legislaturperiode des nächsten Rathauschefs im Jahr 2020.

Das hat Hubert Wegener gegenüber dem Anzeiger mitgeteilt und sich damit frühzeitig festgelegt. Denn rein rechtlich hätte er erst am 30. November erklären müssen, ob er bereit ist, frühzeitig aus dem Amt zu scheiden und so eine Wahl des Bürgermeisters schon 2014 zu ermöglichen. Dabei ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unklar, ob die aktuelle Amtszeit für Hubert Wegener damit nun am 31. Mai 2014 oder erst am 30. Juni 2014 endet.

Dessen ungeachtet hat Hubert Wegener nicht nur seine Mitarbeiter im Rathaus über seine Absichten informiert. Eingeweiht über seine Pläne sind zudem sowohl die im Rat vertretenen Fraktionen als auch der unabhängige Ratsherr Franz Freitag. Und von keiner Seite habe er „Gegenwind“ ob einer erneuten Bürgermeister-Kandidatur verspürt, so Hubert Wegener im Anzeiger-Gespräch.

Dabei führt er gleich mehrere Gründe an, weshalb er sich schon ein Jahr vor Ablauf der eigentlichen Amtszeit erneut dem Wählervotum stellen wird: Zum einen wolle er den Wahlberechtigten neben der ohnehin am 25. Mai 2014 stattfindenden Kommunalwahl einen weiteren Urnengang im Jahr 2015 ersparen, was  zum anderen ganz nebenbei auch Kosten spare. Obendrein hoffe er, mit dieser Zusammenlegung einer möglichen „Wahlmüdigkeit“ entgegenzuwirken – auch wenn davon in der Gemeinde Ense noch nicht unbedingt viel zu spüren sei

Und in einem anderen Punkt lässt Hubert Wegener absolut keinen Raum für mögliche Spekulationen: Antreten werde er im nächsten Jahr für die dann komplette Wahlperiode des Bürgermeisters von sechs Jahren, also bis 2020.

Mit diesem Schritt kommt Hubert Wegener dabei auch dem Wunsch der Landespolitik entgegen, die Wahl von Räten und Verwaltungschefs so schnell wie möglich wieder zusammenzulegen. Rein rechtlich nämlich hätte er auch bis 2015 im Amt bleiben können. Eine zweite Wahlzeit hätte dann aber definitiv nur noch fünf Jahre gedauert, so dass spätestens 2020 eine gemeinsame Wahl von Bürgermeistern und Gemeinderäten erfolgt wäre. Ense bleibt mithin durch die Entscheidung von Hubert Wegener eine Trennung der Urnengänge erspart.

Wobei Hubert Wegener gestern nicht nur seine Bereitschaft für eine zweite Amtszeit bekundet hat, sondern gleichzeitig auch inhaltliche Schwerpunkte für den Fall seiner Wiederwahl benennen konnte. Neben der weiteren Entschuldung der Gemeinde Ense liege ihm sowohl die Bewältigung des demografischen Wandels als auch die Energiewende am Herzen, wie er gestern im Gespräch mit dem Anzeiger erklärte. Weitere Handlungsfelder ergäben sich zudem aus dem aktuellen Leitbild der Gemeinde unter dem Titel „Ense 2015 +“, das unter der Federführung von Hubert Wegener erstmals kurz nach seiner Wahl 2009 im Jahr 2010 auf den Weg gebracht wurde und seither jährlich aktualisiert und durch das Parlament verabschiedet wird.

Hubert Wegener war 2009 als unabhängiger Bewerber in das Rennen um das Bürgermeisteramt in der Nachfolge von Johannes Weber gegangen und mit einem Stimmenanteil von 63,4 Prozent zum Verwaltungschef gewählt worden. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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