Hubertus-Schützen müssen neue Brudermeister wählen 

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Seit 2011 stehen Ralf Droste (rechts) und Alfons Schumacher (links) an der Spitze der Schützen im "Doppeldorf".

Lüttringen – Vieles ist in diesen Tagen ungewiss. Auf eines aber müssen sich die Hubertus-Schützen in Hünningen und Lüttringen definitiv einstellen: Im nächsten Jahr gilt es, ein neues Brudermeister-Duo zu wählen.

Denn Ralf Droste und sein Stellvertreter Alfons Schumacher werden sich in der Hauptversammlung 2021 nicht mehr zur Wahl stellen. 

„Die Mitglieder sind informiert. So bleibt nun ausreichend Zeit, die Nachfolge zu klären“, so Ralf Droste im Gespräch mit dem Anzeiger. 

Ob es schon Kandidaten gibt? Offiziell habe noch niemand seine Bereitschaft erklärt, in die Fußstapfen treten zu wollen. Das schließe aber nicht aus, dass es Mitglieder gibt, die sich möglicherweise mit dem Gedanken tragen, die Verantwortung zu schultern, gibt sich Ralf Droste gelassen.

Dass sich am Ende niemand finden könnte, der Brudermeister oder dessen Stellvertreter werden möchte, hält er allerdings für wenig wahrscheinlich. Doch um eben keinen zeitlichen Druck aufkommen zu lassen, habe man die Mitglieder rechtzeitig über die anstehende Veränderung an der Spitze der Bruderschaft informiert. 

Ralf Droste und Alfons Schumacher stehen seit 2011 gemeinsam an der Spitze der Hubertus-Bruderschaft im „Doppeldorf“. Damals rückte Ralf Droste vom Posten des Vize-Brudermeisters für Peter Menge an die Stelle des Chefs, sein neuer Stellvertreter wurde Alfons Schumacher. Doch nicht nur das: Exakt 30 Jahre ist es her, dass sie gemeinsam am gleichen Tag erstmals in den Vorstand berufen wurden. 

Nun also der Rückzug. Wobei der Termin wohl nicht ganz willkürlich gewählt sein dürfte. Denn in diesem Jahr feiert die Bruderschaft ihr 100-jähriges Bestehen, die Avantgarde wird 50. Ein guter Moment, um die Weichen neu zu stellen, mit einer frischen Mannschaft den Schritt in eine neue Ära zu gehen.

Apropos Jubiläum: Die mit viel Vorbereitung und Akribie geplanten Veranstaltungen zum „runden Geburtstag“ werden den Schützen in diesen Wochen durch Corona mächtig verhagelt. So steht bereits seit geraumer Zeit fest, dass der Thekenabend der Avantgarde mit Kaiserschießen am kommenden Samstag ausfällt. Was mit den übrigen Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums ist, ist für Ralf Droste noch offen. „Wir haben noch nichts abgesagt“, so der Brudermeister gestern. 

Eine Einschätzung, die angesichts der deutlichen Worte von Mittwochabend zumindest den einen oder anderen verwundern könnte. Doch wie dem auch sei: Erst in der kommenden Woche werde der Vorstand tagen, um zu überlegen, wie man mit dem am Mittwoch verkündeten Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August umgeht. So müsse man vor allem die konkreten Ausführungs-Bestimmungen abwarten. Für Ralf Droste allerdings auch klar: „Einfacher geworden ist es seit Mittwoch für uns nicht.“

Quelle: Soester Anzeiger

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