Initiativkreis will „Aufhübschungen“ für die Bremer Ortsmitte

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Zwei Stunden Parkzeit in der Ortsmitte ist dem Initiativkreis zu viel. Man wünscht sich mehr Kurzzeitparkplätze.

Bremen - Eine „Aufhübschung“ der Ortsmitte verbunden mit der Schaffung von Kurzzeitparkplätzen – der Initiativkreis setzt sich für eine Attraktivitätssteigerung des Zentralortes ein.

Doch während man für seine Gedankenspiele Verbündete in der Politik sucht, spart man andererseits nicht mit Kritik am Rathaus.

„Wir fühlen uns nicht ernst genommen“, nahm Initiativkreis-Chef Ralf Hettwer am Montagabend bei einem Treffen mit dem Vorstand jedenfalls kein Blatt vor den Mund. Denn seit geraumer Zeit schon werbe man für eine Verschönerung der Ortsmitte bzw. eine Verbesserung der Parkplatz-Situation, ohne bisher Gehör gefunden zu haben. Von daher, so Ralf Hettwer, freue er sich mit seinen Vorstands-Kollegen Heiko Klapp und Volker Jansen, einmal vor dem CDU-Vorstand die Bedenken der heimischen Kaufmannschaft und Gewerbetreibenden vortragen zu dürfen.

Und die drehen sich in der Ortsmitte im Kern um das nach Einschätzung des Initiativkreises nicht optimal genutzte Parkplatz-Angebot. So werde gerade zu „Stoßzeiten“ etwa vor der Bäckerei bzw. der Volksbank „wild“, oftmals in zwei Reihen geparkt. „Das ist ein Riesen-Problem“, so Heiko Klapp, dessen Kunden sich mitunter an die Situation in der Poststraße in Niederense erinnert fühlten, wie er ausführte. Und so sehr man auch Platz für „Dauerparker“ benötige, so sehr brauche man die Schaffung von Kurzzeitparkplätzen. Allerdings sei dem Initiativkreis bei einem Gespräch mit dem ehemaligen Beigeordneten erklärt worden, dass nicht die Gemeinde, sondern der Kreis zuständig sei. Eine Einschätzung, die im CDU-Vorstand am Montagabend jedoch Kopfschütteln auslöste.

Erscheinungsbild hat sich verändert

Doch nicht allein die Parkraum-Bewirtschaftung macht dem Initiativkreis Sorgen. So habe sich auch das optische Erscheinungsbild der Ortsmitte in den zurückliegenden Jahren nicht verändert. Wobei Ralf Hettwer klar machte: „Wir erwarten keine großen Investitionen“. Verbesserungen ließen sich auch durch verschiedene Kleinigkeiten erzielen. Doch auch mit diesem Anliegen sei man bislang eher auf taube Ohren gestoßen, was Ralf Hettwer am Montagabend zu der Bemerkung veranlasste: „Man geht mit den Betrieben nicht gut um.“

CDU-Chefin Silvia Klein sicherte zu, den Initiativkreis in seinen Anliegen zu „unterstützen“, mit der Verwaltung das Gespräch zu suchen, zumal Rathaus-Vorplatz „schlimm“ aussehe. Gleichzeitig rief sie dazu auf, konkrete Ideen zu entwickeln, wie die Situation verbessert werden könne. Zudem regte sie an, sich zukünftig regelmäßig mit dem Initiativkreis auszutauschen.

Quelle: Soester Anzeiger

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