CDU in Kleiderstube: „ Können stolz auf Ihre Arbeit sein“

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Einen Blick in die Caritas-Kleiderstube warf der CDU-Bundestags-Kandidat Bernhard Schulte-Drüggelte (fünfter von links) und lobte das große ehrenamtliche Engagement.

BREMEN -  Viele Worte musste Bernhard Schulte-Drüggelte nicht machen. Ganze sechs nämlich reichten, um wiederzugeben, wie sehr das Team der Kleiderstube die Besucher fasziniert hatte. „Sie können stolz auf Ihre Arbeit sein“, fasste der heimische Bundestagskandidat der Christdemokraten die Stimmung zusammen – und hatte damit zweifelsfrei den berühmten „Nagel auf den Kopf“ getroffen.

Dabei war Bernhard Schulte-Drüggelte am Dienstagabend auf seiner Wahlkampftour nicht allein in die Kleiderstube der Caritas gekommen. Vielmehr begleiteten ihn neben der heimischen CDU-Vorsitzenden Silvia Klein auch ihr Ratskollege Thomas Stock, Ratsfrau Luzia Fleißig sowie der Vorsitzende der Enser Seniorenunion, Friedhelm Wüllner.

Und was ihnen Paul Sörries als Vorsitzender der Caritas sowie das vierköpfige Team der Kleiderstube gemeinsam mit Diakon Klaus Laschke über die Einrichtung an der Werler Straße mitteilen konnten, das sorgte mitunter für großes Erstaunen.

So werden in der Kleiderstube, die seit April 1999 am jetzigen Standort beheimatet ist, im Jahr bis zu 1 200 Personen versorgt – unter ihnen viele alleinerziehende Mütter, aber auch Russlanddeutsche. Die Annahme von Waren erfolgt dabei elfmal im Jahr, und zwar jeweils am ersten Montag im Monat. Die gespendeten Sachen werden abends gleich vor- und dienstags einsortiert. Was von der Kleiderstube nicht benötigt werde, wird in Säcken verpackt, um es für Bethel zur Verfügung zu stellen. In der Hauptsache handle es sich im Winter um Sommerkleidung und im Sommer um Winterkleidung, da der Platz für eine langfristige Lagerung fehle. Ferner unterstütze man die Büdericher Bosnienhilfe.

Die Ausgabe der Waren wiederum erfolge nur an einem Termin. Zwar hatte man nach der Umstellung der Sozialhilfe auf Leistungen des Arbeitsamtes zunächst fast jeden Montagmorgen und einmal mittwochnachmittags geöffnet, und alle, die eine Berechtigungskarte hatten, konnten einmal im Vierteljahr kommen, wie sie es mochten. Allerdings habe sich gezeigt, dass die Situation so zu unübersichtlich wurde, der persönliche Kontakt zu den Bedürftigen verloren ging. Bis zu 15 Familien wären in der Kleiderstube erschienen. „Uns liegt aber viel daran, jeden einzelnen individuell zu bedienen“, so die Kleiderstuben-Mitarbeiter. Inzwischen würden die Termine über die Sozialarbeiterin der Gemeinde Ense, Brigitte Kösling, koordiniert. So sei gewährleistet, dass sich jeweils nur vier bis fünf Hilfesuchende, die bis zu 25 Familienangehörige zu versorgen hätten, zur gleichen Zeit sich in der Kleiderstube aufhielten. Wobei jeder berechtigt sei, die Einrichtung vierteljährlich in Anspruch zu nehmen.

Neben der regelmäßigen Arbeit in der Kleiderstube gibt es auch noch die „Weihnachtspäckchen-Aktion“, an der neben der Caritas in Bremen und Niederense die Diakonie und das DRK beteiligt sind. Gut 160 bis 170 Kinder aus 70 bis 80 Familien würden über diesen Weg beschenkt.

Großen Dank richtete man in diesem Zusammenhang an die Gemeindeverwaltung, bei der man stets ein offenes Ohr finde und freute sich, dass die Politik Interesse an „unserer Arbeit zeigt“. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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