Kreis soll Kosten für Kreisel auf Bahnhofstraße ermitteln

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Die Absage an einen Kreisverkehr Ende des vergangenen Monats muss vielleicht doch nicht das letzte Wort sein. Jetzt jedenfalls wird gerechnet, was ein solches Bauwerk kostet, wenn sich nur die Gemeinde und der Kreis Soest die Ausgaben teilen.

Niederense - Voreilige Hoffnungen machen will Andreas Fresen nicht. Gleichwohl hat Enses Beigeordneter angekündigt, dass der Kreis Soest ermitteln soll, was der Bau eines Kreisverkehrs auf der Bahnhofstraße in Niederense kosten würde, wenn sich allein der Kreis Soest und die Gemeinde Ense die Ausgaben für ein solches Bauwerk ohne eine Beteiligung des Landes teilten.

Das jedenfalls sei das Ergebnis eines Ortstermins gewesen, zu dem er sich zu Wochenbeginn mit dem Leiter der Abteilung Straßenwesen beim Kreis Soest, Heinz-Georg Trelle, getroffen habe, wie der Beigeordnete jetzt im Gespräch mit dem Anzeiger bestätigte.

Dabei habe man zunächst Einigkeit darüber bestanden, dass die Kreuzung an sich den vorgeschriebenen Ausbaubedingungen entspreche, man zudem trotz aller gefühlten Unübersichtlichkeit auch seitens der Polizei nicht von einem Unfallschwerpunkt sprechen könne. Und so seien die jetzt durchgeführten Markierungsarbeiten, die noch durch Linksabbiegepfeile in den nächsten Tagen komplettiert werden sollen, die einzige Möglichkeit, für eine Verbesserung der Situation zu sorgen, insofern man auf bauliche Maßnahmen verzichten wolle. 

Denn auch das Beseitigen von Schildern oder Bäumen würden keine weitere Verbesserung herbeiführen. Klar aber ist auch: Alle Vorstöße für einen Kreisverkehr, der sowohl seitens der Politik als auch der Verwaltung als optimalste Lösung an dieser Stelle angesehen werden, scheiterten bislang an der Weigerung des Landes sich an den Kosten zu beteiligen, da der Kreisverkehr über den Riesenberg auch die L 745 berühren würde. Und nichts, so Andreas Fresen, deute darauf hin, dass sich an dieser seit Jahren vertretenen Position etwas ändern werde.

Da allerdings der Ruf nach einem Kreisel in der Öffentlichkeit nicht verstumme, habe man Einigkeit darüber erzielt, zumindest einmal die Ausgaben für einen Kreisverkehr zu ermitteln unter der Maßgabe, dass eben nur die Gemeinde und der Kreis sich die Kosten teilten. Wobei Andreas Fresen unterstreicht: Zum einen wäre die Verwirklichung eines solchen Vorhabens „etwas für die Zukunft“. Zum anderen müsste die Politik in Ense und beim Kreis Soest einer solchen Kostenteilung generell zustimmen. Das indes könnte so abwegig gar nicht sein: Denn noch bei ihren Besuchen im Sommer hatten Kreispolitiker von CDU und SPD durchaus Handlungsbedarf an der Kreuzung gesehen. Seitens der SPD gab es sogar den zaghaften Hinweis, dass man „vielleicht etwas bewegen kann in Sachen Kreisel“, wenn der Enser Gemeinderat sich für ein solches Bauwerk ausspreche und dies durch entsprechende Beschlüsse in den zuständigen Gremien vor Ort auf den Weg bringe.

Die Kosten für einen Kreisverkehr hatte Enses Beigeordneter im Sommer auf rund 500.000 Euro geschätzt, allerdings auch klar gemacht, dass man auf Signale aus der Politik warten würde, um weitere Planungen in den Stil zu stoßen.

Nun allerdings kommt auch ohne konkreten politischen Vorstoß durch die Verwaltungen zumindest vorsichtig Bewegung in die Angelegenheit. Für Andreas Fresen ist dabei denkbar, 2018 mit den Planungen zu beginnen, um möglicherweise 2019 erste konkrete Kosten in den Haushalten veranschlagen zu können.

Quelle: Soester Anzeiger

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