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Kreisverkehr ist das dominante Thema in Niederense

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Von: Philip Maack

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Ein Kreisverkehr in spe: Bis es aber soweit ist, muss die Gemeinde zunächst einmal Gespräche mit dem Kreis Soest führen.
Ein Kreisverkehr in spe: Bis es aber soweit ist, muss die Gemeinde zunächst einmal Gespräche mit dem Kreis Soest führen. © Maack

Der gewünschte Kreisverkehr in Niederense beschäftigt die Anwohner weiterhin. Beim Ortsteilrundgang spricht die Verwaltung über den aktuellen Stand.

Niederense – Die Ortsteilrundgänge der Gemeinde gehen weiter. Auch in Niederense sind Bürgermeister Rainer Busemann und die Verwaltungsmitarbeiter unterwegs und hören sich die Sorgen und Wünsche der Anwohner an.

Das dominierende Thema in Niederense ist dabei ein altbekanntes: der Kreisverkehr vor dem neuen Edeka-Markt im südlichen Teil des Ortes. „Hier sind die Vorplanungen bereits gemacht“, erklärt Stefanie Müller, Fachbereichsleiterin für Bauen und Gemeindeentwicklung.

Gespräche mit dem Kreis

Das bedeute aber nicht, dass eine zeitnahe Umsetzung des Projekts bevorstünde. Zunächst sind nämlich noch Gespräche mit dem Kreis Soest nötig, da mit der Bahnhofstraße auch eine Kreisstraße vom Bau eines Kreisverkehrs betroffen wäre. „Und diese Gespräche stehen in vier Wochen an“, sagt Müller. Wann mit den Arbeiten am schon lange thematisierten Kreisverkehr begonnen werden kann, ist daher noch nicht abzusehen.

Der Status der Bahnhofstraße als Kreisstraße spielt auch bei einem weiteren Anliegen der Niederenser eine Rolle: Die wünschen sich nämlich mehr Radwege. Ein Anwohner schlägt daher vor, eine Seite der Bahnhofstraße zu einem Radweg umzufunktionieren. Doch auch dort kann die Gemeinde nicht allein entscheiden, wieder muss der Kreis mit ins Boot.

Spielplätze sollen aufgewertet werden

Dazu beschäftigt die Anwohner die Mobilität mit dem Rad zwischen Niederense und den benachbarten Ortsteilen Bremen und Oberense. Die Bürger trugen die Idee vor, vorhandene Wirtschaftswege in dieser Gegend so umzuwandeln, dass sie problemlos von Radfahrern genutzt werden können. Ob dieser Vorschlag mit in das Enser Radwegekonzept aufgenommen wird, wird sich zeigen.

Ein Sorgenkind der Niederenser sind die heimischen Spielplätze. „Die sind schon etwas in die Jahre gekommen“, sagt Stefanie Müller. Nur eine Schaukel und ein Sandkasten seien heutzutage kein lohnenswertes Ziel mehr für junge Familien. Aus diesem Grund will die Verwaltung auf den Spielplätzen in Niederense für eine Modernisierung mitsamt neuer Spielgeräte sorgen.

Jugendliche können Treffpunkt gestalten

Doch nicht nur für die Kleinsten fehlt es im Ortsteil an Attraktionen. Auch Jugendliche gehen in Niederense derzeit leer aus, finden die Anwohner. Deshalb hat sich die Gemeinde nun die Planung eines Jugend-Treffpunkts auf die Agenda gesetzt. Bisher gibt es in Ense so etwas nur in Bremen. „Dort haben wir aber nicht so gute Erfahrungen damit gemacht“, erzählt Müller. Der Bremer Jugendplatz sei immer wieder verwüstet worden. Müller vermutet, dass dies auf Jugendliche von außerhalb zurückzuführen sei, die sich am Treffpunkt aufhielten.

Um in Niederense positivere Erfahrungen zu machen, will die Verwaltung die heimischen Jugendlichen mit in die Planung und Gestaltung des neuen Treffpunktes einbeziehen. „So soll bei ihnen das Gefühl entstehen, dass dieser Platz zu ihnen gehört“, hofft Müller. Die Gemeinde hat bereits Kontakt zu den Niederenser Vereinen aufgenommen, damit diese ihre Jugendlichen auf das Projekt ansprechen. Auf diese Weise soll der Draht zwischen Verwaltung und Jugendlichen hergestellt werden.

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