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Marie-Theres Gräfin Strachwitz mit 86 Jahren gestorben

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Starb im Alter von 86 Jahren: Marie-Theres Gräfin Strachwitz.

BREMEN ▪ Sie hat das caritative und das soziale Leben in der Gemeinde Ense nach 1945 geprägt wie keine andere: Marie-Theres Gräfin Strachwitz ist am Dienstag im Alter von 86 Jahren gestorben. In Ense und darüber hin-aus war sie vor allem als langjährige Leiterin der Caritas Bremen und des St. Hedwigskreises bekannt.

In Anerkennung ihres selbstlosen Engagements wurde sie zur Ehrendame des Souveränen Malteser Ritterordens ernannt. Sie erhielt das St. Hedwigs-Ehrenkreuz und war Trägerin des Ritterordens des Heiligen Papstes Silvester.

Marie-Theres Gräfin Strachwitz von Groß-Zauche und Camminetz - wie ihr vollständiger Name hieß - war am 10. Februar 1925 als viertes von zwölf Kindern auf Schloss Hünern (Kreis Ohlau) in Schlesien aufgewachsen. Nach ihrer Schulausbildung im Elternhaus und bei den Breslau-Carlowitzer Ursulinen machte sie eine ländlich-hauswirtschaftliche Ausbildung und wurde dann in den Reichsarbeitsdienst und Kriegshilfsdienst eingezogen. 1945 erlebte sie alle Greuel des Kriegsendes und der Verwüstung und 1946 alle Not und Armut der Vertreibung.

In der neuen Heimat in Bremen führte sie den Haushalt ihrer großen Familie, deren bekanntester Vorfahr der Dichter Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff war. Ihre Eltern pflegte sie aufopferungsvoll und war nach deren Tod die Mitte und Seele der großen Familie.

Sie verzichtete auf vieles, um anderen ein erfülltes Leben zu ermöglichen. Ihr Leben war selbstlose Liebe und Arbeit, die sie u. a. 1982 für die „Polenhilfe“ aufwendete. Zugute kamen ihr dabei die regelmäßigen und guten Kontakte zur Heimat und zum Bischof von Oppeln. Jeder, der sie kannte, schätzte sie, wusste um ihre Güte und ihr Verständnis, und viele suchten bei ihr Rat und Hilfe.

Das Requiem für Gräfin Strachwitz ist am Montag, 21. November, um 15 Uhr in der Pfarrkirche St. Lambertus Bremen, Anschließend erfolgt die Beisetzung von der Friedhofskapelle aus. ▪ jP

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