SV Lüttringen verzichtet auf Tartanbahn und Minispielfeld

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Vor Ort nahmen die Politiker den Fußballplatz des SV Lüttringen in Augenschein. Durch die Streichungen beim Renovierungsantrag werden auch die Kosten nicht unerheblich gesenkt.

Lüttringen - Der SV Lüttringen wird seinen Antrag auf Renovierung und Erweiterung des Sportplatzes abändern und damit für eine Kostensenkung sorgen. Verzichten will der Verein sowohl auf die Erneuerung bzw. Erstellung einer Tartanbahn als auch auf ein zusätzliches Mini-Spielfeld.

Das zumindest ist das Ergebnis eines Ortstermins von Vereinsführung und CDU-Fraktion am Freitagabend.

So ließ Club-Chef Heinz Robbert wissen, dass (auch) aus Sicht der benachbarten Fürstenbergschule eine Tartanbahn nicht (mehr) erforderlich sei, da Laufübungen im Sportunterricht bzw. die Bundesjugendspiele auf dem Rasenplatz absolviert werden können. Der Sportverein wiederum würde auf die Bahn verzichten, um so die Auslauffläche für die Fußballer zu vergrößern. Gefordert werden hier seitens des Verbandes 2,50 Meter. Eine Maßgabe, die man aktuell nicht einhalte, weshalb hier dringend Handlungsbedarf bestehe. Gleiches gelte für die vorhandene Drainage, die defekt sei, was bei Starkregen dazu führe, dass die Asche der Laufbahn auf den benachbarten Schulhof fließe. Apropos Aufgabe der Laufbahn zu Gunsten einer Vergrößerung der Auslauffläche: Vom Eingang des Sportplatzes bis zum Unterstand soll ein Teil der Fläche gepflastert werden, um so für eine verbesserte Zufahrt etwa für Krankenfahrzeuge zu sorgen.

„Auf Eis gelegt“ ist aktuell auch die Anlage eines Mini-Spielfeldes auf einer Freifläche in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schützenhalle. Hier, so Heinz Robbert, hätte die Hubertus-Bruderschaft Bedenken angemeldet, da die Avantgarde das Gelände für ihr alljährliches Königsschießen nutze. Zwar gebe es die Möglichkeit, ein „mobiles Spielfeld“ anzulegen, allerdings wolle man jetzt erst in weitere Gespräche mit den Schützen eintreten, bevor man das Ansinnen über einen Antrag weiter verfolge. Denn wichtig sei, ein Einvernehmen mit den Schützen herzustellen.

„Sorgenkind“ des Vereins ist zudem die Böschung hinter dem Tor, in der immer wieder Bälle „verschwinden“. Hier allerdings mit L-Steinen und Bodendeckern für eine Verbesserung zu sorgen, wird von Verwaltung und Politik aufgrund möglicher Verletzungsgefahren skeptisch gesehen. Stattdessen favorisiert man hierfür ständige Pflegemaßnahmen durch den gemeindlichen Bauhof.

Mithin reduziert sich der Antrag des SV Lüttringen auf Maßnahmen zur Gefahrenabwehr wie die Entfernung von Barrieren und die Verbesserung des Spielfeldes, was sich auch in den Kosten niederschlägt. War zunächst seitens des Vereins von gut 138 000 Euro die Rede, spricht man nun noch von 80 000 Euro, von denen die Gemeinde die Hälfte schultern soll.

Befassen wird sich der zuständige Sportausschuss in seiner nächsten Sitzung im November mit dem Antrag des SV Lüttringen, der bis dahin in abgeänderter Form vorliegen soll, wie Vereinschef Heinz Robbert dem CDU-Fraktionschef Heinrich Frieling am Freitagabend zusicherte.

Quelle: Soester Anzeiger

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