Lüttringer helfen Erdbeben-Opfern in Albanien

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„Faleminderit“ – ein herzliches Dankeschön galt jetzt Christin und Gentjan Terolli sowie Egbert Robbert und allen Unterstützern der Hilfsaktion für Thumane.

Lüttringen – Es war weit mehr als der berühmte „Tropfen auf den heißen Stein“. Dabei zählte für die Betroffenen nicht der Geldbetrag allein, sondern die moralische Unterstützung in dieser schweren Zeit. Unterstützung, die aus der Gemeinde Ense kam.

Die Familien Terolli/Robbert aus Lüttringen hatten eine Spendenaktion für die Erdbebenopfer in Albanien initiiert. Durch die Hilfe vieler Einzelpersonen, Familien, von Vereinen und Gruppierungen aus Ense und Umgebung kamen so 8.200 Euro zusammen, die von Christin und Gentjan Terolli mit ihrem Vater Egbert Robbert in Albanien an bedürftige Familien, die ihr Hab und Gut und ihre Angehörigen verloren haben, verteilt wurden.

Bei dem Beben, so Egbert Robbert, verloren im Dorf Thumane, in unmittelbarer Nachbarschaft des Elternhauses von Gentjan Terolli, 24 Menschen ihr Leben. Es konnte 21 Familien mit 200 Euro und acht Familien mit 500 Euro geholfen werden. Familien mit Großeltern, mehreren Kindern oder behinderten Personen, die besonders hart betroffen waren, wurden dabei mit dem höheren Geldbetrag bedacht. Die Menschen waren von dieser Hilfsaktion sehr überrascht, gerührt und dankbar und so manche Träne wurde vergossen. Ein herzliches „Faleminderit“ (Dankeschön) bringt Egbert Robbert allen Unterstützern mit 

Da in Albanien der Durchschnittslohn nur etwa 350 Euro pro Monat beträgt, war diese Hilfe für die Menschen nicht nur „ein Tropfen auf dem heißen Stein“. Leider sind viele Familien noch in Notunterkünften, Zelten und Containern untergebracht, da ihre eigenen Häuser und Wohnungen schon abgerissen sind oder wegen Einsturzgefahr nicht mehr bewohnt werden dürfen.

Das gilt auch für den Ortskern des Dorfes Thumane. Häuser, die bis jetzt noch stehen, wurden geräumt und werden in nächster Zeit abgerissen. Nun hoffen alle darauf, dass mit Hilfe des Staates ihre Wohnungen wieder errichtet werden, denn ausnahmslos möchten sie wieder in ihr Dorf zurück. Bleibt für die Menschen von Thumane zu hoffen, dass der Staat mit seinen bescheidenen Mitteln auch Wort halten kann.

Quelle: Soester Anzeiger

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