Mähroboter leisten auf Platz in Ense-Oberense hervorragende Arbeit

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Die Pflege des Oberenser Rasenplatzes „läuft hervorragend“ dank der neuen Technik.

Oberense – Sie laufen, laufen und laufen. Und bestätigen sich die bislang „guten Erfahrungen“, dann bekommen jene drei Mähroboter, die derzeit ihre Runden auf dem Sportplatz in Oberense drehen, Verstärkung.

Das zumindest ist die Einschätzung von Dennis Schröder, als Fachbereichsleiter im Rathaus unter anderem auch für Sportangelegenheiten in der Gemeinde zuständig. Denn der Einsatz der Mähroboter zur Pflege des Naturrasens erfolgt in Oberense als „Pilotprojekt“. 

Ein Jahr wollte man die dort gewonnenen Erkenntnisse sammeln und auswerten, um im Herbst zu entscheiden, ob der Einsatz dieser Technik auch auf andere Anlagen in der Gemeinde ausgeweitet werden soll. Das jedenfalls hatte der Sportausschuss im November 2018 entschieden. Zudem sollte mit den Vereinen und dem Bauhof ein Konzept zur künftigen Pflege der Außenanlagen der Sportplätze erstellt werden Ziel sollte sein, den Pflegeaufwand für den Bauhof zu reduzieren und die Pflege der Außenanlagen „in vertretbarem Umfang“ auf die Vereine zu übertragen. 

Und zumindest in Oberense ist man mit dem Einsatz der Mähroboter zufrieden, wie Jörg Ferige von der SG Oberense im Gespräch mit dem Anzeiger eine erste Bilanz zog. Denn die Roboter, seit dem 1. April im Einsatz, „laufen hervorragend“. Es gebe „nichts zu bemängeln“, so der Sportfunktionär. Zumal die Betreuung durch die Fachfirma gerade in der Anfangsphase äußerst erfreulich gewesen sei. Der Verein übernimmt den Wechsel der Messer an den Mährobotern, der Einsatz der Geräte erfolge über eine App. Diese lassen sich, was Schnitthöhe und Zeiten angehe, von zu Hause steuern. Bei Störungen werde der Sportverein sofort informiert. Im Frühling, so Jörg Ferige, liefen der Mäher jeden Tag. Angesichts des eher geringen Rasen-Wachstums aufgrund der anhaltenden Trockenheit seien die Geräte in den vergangenen Wochen „im Stall“ geblieben; würden nach Bedarf auf den Weg über den Platz geschickt. Dann würden drei bis vier Tage benötigt, bis der Rasen wieder kurz sei.

Anlass für den Einsatz der Mähroboter, zunächst als Pilotprojekt in Oberense und die sich daraus möglicherweise ergebenden weiteren Geräte-Anschaffungen für die übrigen Sportplätze, waren die Aufwendungen für die Pflege der Sportplätze. Diese waren durch die Gemeindeprüfungsanstalt NRW unter die Lupe genommen und als zu hoch beanstandet worden. Denn es wurde festgestellt, dass die Pflegeaufwendungen pro Quadratmeter Sportplatzfläche im Vergleich zu ähnlich großen Kommunen deutlich höher sind (um ca. 75 Prozent über dem Durchschnitt). Dies wurde im Rathaus im Wesentlichen damit begründet, dass die Pflege ganz überwiegend durch den Bauhof oder externe Dienstleister durchgeführt wird. 

Mit dem neuen Konzept ist man nun überzeugt, „die Kosten in den Griff“ zu bekommen. Der Roboter-Einsatz soll bei einer unterstellten Nutzungsdauer von acht Jahren und unter Berücksichtigung von Wartungs- und Pflegekosten sowie entsprechender Versicherungen bei ca. 2.700 Euro pro Platz und Jahr liegen. Hinzu kommen einmalige Kosten in Höhe von ca. 1.600 Euro. Damit lägen die Kosten unterhalb der Kosten von 5.100 Euro, die durch die Pflege durch den Bauhof verursacht werden. „Der Einsatz von Mährobotern ist insgesamt langfristig wirtschaftlicher“, ist man überzeugt.

Quelle: Soester Anzeiger

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