Mediation zur Lösung der Repowering-Frage

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Abgeschlossen ist der Aufbau der drei neuen, 150 Meter hohen Räder zwischen Ruhne und Waltringen. Ob ein viertes dazukommt, ist nach wie vor offen.

BREMEN -  Um Lösungsansätze für das vollständige Repowering der Windkraftanlagen zwischen Ruhne und Waltringen zu erarbeiten, ist ein so genanntes Mediationsverfahren in Gang gesetzt worden.

Das hat der Sprecher der Betreibergesellschaft „Windpark Ruhne/Waltringen“, Andreas Düser, im Anzeiger-Gespräch erklärt. Und das Besondere: Bei diesem Vermittlungs-Verfahren sitzen alle Beteiligten an einem Tisch. Neben den Vertretern der Verbände für erneuerbare Energien und der Umweltschutzorganisationen suchen auch die Aufsichtsbehörden nach einem Ausweg aus der seit Jahren festgefahrenen Situation.

Dabei geht es bekanntlich um die Frage, ob in Vogelschutzgebieten ein Repowering von Windkraftanlagen durchgeführt werden darf. Zurzeit haben dabei die „Windbauern“ das Nachsehen. So kann bislang das Vorhaben, zehn Windkraftanlagen zwischen Ruhne und Waltringen gegen vier neue, leistungsstärkere und höhere auszutauschen nicht umgesetzt werden, da sich eine „Windmühle“ im Vogelschutzgebiet „Hellwegbörde“ befinden würde. Allerdings haben die heimischen Betreiber ihren Einsatz für das vierte Windrad nie aufgegeben und können auf prominente Unterstützer setzen. So hat der EU-Abgeordnete Dr. Peter Liese jüngst noch NRW-Umweltminister Johannes Remmel aufgefordert, gerade in Ense nach einer pragmatischen Lösung zu suchen und sich dabei auf Aussagen der ehemaligen EU-Klima-Kommissarin Connie Heedegard gestürzt, die keinen grundsätzlichen Widerspruch zwischen Repowering und Vogelschutz erkennt (wie berichtet).

Ob und wann das Mediationsverfahren zu einem Ergebnis kommt, vermochte Andreas Düser nicht zu sagen. Gleichwohl ist eines für ihn sicher: Die Hoffnung auf eine einvernehmliche Lösung will er nicht aufgeben. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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