Kleine Veränderungen im Rat

Mehr als 85 Prozent: Rainer Busemann ist neuer Bürgermeister von Ense

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Applaus und Blumen gab es von CDU-Chefin Silvia Klein für Bürgermeister Rainer Busemann.

Rainer Busemann wird der neue Bürgermeister der Gemeinde Ense – das hat die Kommunalwahl am Sonntag ergeben. Busemann sprach nach der Wahl von einem guten Ergebnis. Insgesamt stimmten 85,91 Prozent für den 57-jährigen Niederenser.

Ense-Bremen - Die Sitzverteilung im Gemeinderat hat sich leicht verändert: Grüne und CDU gewinnen einen Sitz hinzu, die SPD verliert einen, den zuvor der mittlerweile verstorbene Einzelkandidat Franz Freitag belegte. 

Einen anstrengenden Tag hatte Rainer Busemann hinter sich. „Eigentlich bin ich ein ruhiger Mensch, aber die letzten beiden Tage war ich schon ein wenig angespannt.“ Die Anspannung legte sich schnell. Die ersten Hochrechnungen sahen Busemann bei gut 81 Prozent. Später stieg die Zahl immer weiter an. Am Mittag sei er noch selber wählen gegangen, erklärte Busemann nach der Wahl, ansonsten habe er den Tag im Kreis seiner Familie verbracht. Gezweifelt habe er an seiner Wahl nie, „sonst wäre ich nicht angetreten.“ 

Wahl mit Familien verfolgt

Seine Frau Barbara Köhler-Busemann, Tochter Francesca und Sohn Carlo begleiteten Busemann am Abend ins Rathaus in Bremen. Dort verfolgte Busemann die Wahl mit den Familien von Bürgermeister Hubert Wegener und des Beigeordneten Andreas Fresen. Als nur noch ein Wahlbezirk fehlte, betrat Rainer Busemann das Wahlstudio im Rathaus. Es folgten Applaus und Glückwünsche von allen Parteien. 

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Rainer Busemann, bislang Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens in einem Konzernverbund und für den Bereich Gebäudetechnik in der Immobilienbranche zuständig, lässt seinen Beruf ab sofort ruhen. „Ich bin jetzt freigestellt“, erklärt er. Am 3. November erfolgt seine Benennung zum Bürgermeister. Bis zum 31. Oktober ist weiter Hubert Wegener Rathaus-Chef. Busemann will die kommenden zwei Monate nutzen, um sich einzuarbeiten in die Themen, die das Rathaus umtreiben. 

Gute Grundlage

Die neue Zusammensetzung des Rates empfindet Busemann als gute Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Denn verändert hat sich nicht viel. „Das Ergebnis ändert an der politischen Situation wenig“, fasste auch Silvia Klein, Vorsitzende der CDU in Ense, das Ergebnis zusammen. Die CDU sammelte 47,02 Prozent – gewann im Vergleich zum Jahr 2014 2,57 Prozent dazu. Klein lobte besonders die Ergebnisse von Fraktionschef Heinrich Frieling, der im Wahlbezirk Bilme, Bittingen, Volbringen/Oberense/Sieveringen 60,95 Prozent holte. Neben Frieling schaffte es einzig noch der 28-jährige CDU-Kandidat Simon Hennecke die Sechs vor dem Komma (60,31 Prozent) zu holen. 

Bei der SPD, die insgesamt 4,01 Prozentpunkte und ein Ratsmandat verlor, hieß der strahlende Wahlsieger Bruno Löher. Er konnte den Wahlbezirk Höingen II mit 45 Prozent wieder für sich entscheiden. Der 71-Jährige war der einzige Kandidat, der per Direktwahl in den Rat gewählt wurde und nicht für die CDU antrat. CDU-Kandidatin Antonia Sabel holte in diesem Wahlbezirk 25,79 Prozent. „Wir konnten uns entgegen dem Bundestrend noch behaupten“, schlussfolgerte der SPD-Vorsitzende Wilfried Pater. „Wir haben ein Mandat an die Grünen abgegeben.“ Das Endergebnis sei gut für die Gemeinde, fügte Pater hinzu, denn so müsse die Kommunalpolitik in Ense weiter im Dialog betrieben werden – keine Partei habe eine alleinige Mehrheit. 

Die CDU hat im Rat nun zwölf Sitze, die SPD sechs, Bürgergemeinschaft (BG) und Grüne jeweils drei und die Liberalen zwei Sitze. Damit haben die Grünen einen Sitz mehr geholt als bei der vergangenen Kommunalwahl. BG und FDP behalten ihre Mandate.

Quelle: Soester Anzeiger

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